Nordkorea tobt
Südkorea hält trotz Drohung an Manöver fest
Nordkorea hatte am Freitag vor dem geplanten Manöver gewarnt. "Intensität und Umfang" eines potenziellen Gegenschlags würden schlimmer ausfallen als bei dem Angriff vor einem Monat, erklärte Nordkorea. China und Russland äußerten sich besorgt wegen des Manövers und befürchteten eine weitere Vergrößerung der Spannungen zwischen beiden koreanischen Staaten. Den USA zufolge habe Südkorea jedoch das Recht auf die Militärübung.
Durch ein vergleichbares Manöver hatten sich die nordkoreanischen Streitkräfte am 23. November offenbar provoziert gefühlt und die rund elf Kilometer vor der nordkoreanischen Küste gelegene Insel mit Granaten beschossen. Dabei kamen vier Menschen ums Leben. Es war der erste Angriff Nordkoreas auf von Zivilisten bewohnte Gebiete seit dem Ende des Koreakriegs 1953.
Härtere Gangart gegenüber Nordkorea eingeschlagen
Nach dem Angriff auf Yeonpyeong wurde die südkoreanische Führung wegen der angeblich zu zurückhaltenden und zu langsamen Reaktion kritisiert. Der Verteidigungsminister musste sein Amt räumen und die Regierung unter Präsident Lee Myung-bak versprach, eine härtere Gangart gegenüber dem nördlichen Nachbarn einzuschlagen.
Nordkorea steht offenbar vor neuem Atomtest
Nordkorea bereitet einem Medienbericht zufolge indes einen neuen Atomtest vor (siehe Infobox). Auf einem Gelände im Nordosten werde derzeit - trotz gefrorenen Bodens - ein Stollen gegraben, der für einen dritten Versuch genutzt werden könnte, berichtete die südkoreanische Zeitung "Chosun Ilbo" am Mittwoch unter Berufung auf verschiedene Geheimdienstkreise. Der Test könnte im März oder Mai stattfinden.
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