Noch mehr Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten sollen künftig in Dornbirn entstehen. Die Messestädter nehmen zusammen mit den Bodenseestädten Singen und Moos am Interreg-Projekt „Bürger - Bienen - Biodiversität“ teil.
„Mit dem Bee Deal wollen wir Bienen und anderen Insekten Lebensräume zur Verfügung stellen“, sagt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Auch die Bevölkerung ist gefragt: „Jeder kann Nektarangebote oder Unterschlupfmöglichkeiten anbieten, im Garten, auf dem Balkon oder auf Flachdächern“, betont Umweltstadträtin Juliane Alton. In den kommenden Wochen wird die Stadt Beispiele von Projekten aber auch Tipps für den Hausgarten oder Balkon geben.
Jeder kann Nektarangebote oder Unterschlupfmöglichkeiten anbieten, im Garten, auf dem Balkon oder auf Flachdächern
Juliane Alton
Möglichkeiten dazu gibt es viele: Beispielsweise im Garten mit einer wildbienen-freundlichen Staudenrabatte oder einer Ecke, in der ein wenig Wildwuchs zugelassen wird. Auf dem Balkon oder vor dem Geschäft ein Nektarangebot mit Sommerblumen. Im Schulgarten kann mit attraktiven Sträuchern und einer Wildblumenwiese das Freiluftklassenzimmer bereichert werden. Auf dem begrünten Dach können sich neben Duftpflanzen auch Insekten tummeln oder am Ackerrand können neben Blühstreifen auch Nisthilfen angeboten werden.
Die Stadt Dornbirn hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere solcher Flächen geschaffen. Die Stadtgärtner begrünen Verkehrsinseln und sorgen für Blühflächen in den Parkanlagen. Mehrere Flachdächer auf öffentlichen Gebäuden wurden begrünt - beispielsweise beim Gemeinschaftsgarten Niederbahn oder auf dem Kulturhaus. Auf den Friedhöfen wurden Blühflächen und Plätze für Insekten geschaffen und mit der Ausgabe von Samenpaketen für die Dornbirner Blumenwiese auch die Dornbirner motiviert, im Garten Blumen blühen zu lassen.
Blühbotschafter
Mit dem Bee Deal werden auch andere Organisationen als „Blühbotschafter“ eingebunden: beispielsweise die inatura, der Obst- und Gartenbauverein, der Bienenzuchtverein oder die Initiative Essbare Stadt", ergänzt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Wichtig sind auch die verschiedenen Bildungseinrichtungen.
Weitere Informationen unter: https://bluehbotschafter.eu
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