05.03.2021 07:26 |

Nach Beschwerden

Britische Kartellwächter nehmen Apple ins Visier

Die britische Kartellbehörde startet nach Beschwerden von App-Entwicklern über unfaire und den Wettbewerb behindernden Methoden eine Untersuchung gegen den US-Techkonzern Apple. Es werde geprüft, ob Apple in Großbritannien beim Verkauf von Apps über seine Smartphones und Tablets eine marktbeherrschende Stellung habe, teilte die Behörde mit.

Zudem werde untersucht, ob Apple dabei Entwicklern gegenüber, die den App Store des Konzerns nutzen, unfaire Praktiken anwende und den Wettbewerb behindere. Apple erhebt eine Gebühr von bis zu 30 Prozent für Entwickler, immer dann, wenn jemand ihre App kauft oder abonniert. Dabei müssen die Entwickler für den Bezahlvorgang auf das System der In-App-Käufe der Plattform zurückgreifen, damit diese Abgaben nicht umgangen werden.

Bei vielen Entwicklern sorgt das zunehmend für Unmut. Prominentestes Beispiel: Epic. Der „Fortnite“-Entwickler will digitale Artikel auf den Smartphones in Eigenregie verkaufen und ist deswegen mit Apple in gegenseitige Klagen verwickelt. Auch eine Wettbewerbsbeschwerde bei der EU-Kommission in Brüssel wurde inzwischen eingereicht.

US-Gesetz erlaubt alternative Bezahlwege
Erst am Donnerstag beschlossen Abgeordnete im US-Staat Arizona, dass Unternehmen aus dem Bundesstaat nicht die Nutzung eines bestimmten Bezahlsystems vorgeschrieben werden dürfe. Das Gesetz passierte zunächst das Repräsentantenhaus von Arizona und muss noch vom Senat gebilligt sowie vom Gouverneur unterzeichnet werden. Der Druck auf Apple und auch Google mit dessen Play Store wächst.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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