Fischfang-Quote
EU schützt Fische, Konsumenten sollen nachziehen
Die zuständigen EU-Minister haben sich am Mittwoch einstimmig auf die Fischfangquote geeinigt. Nach Angaben des Staatssekretärs im deutschen Landwirtschaftsministerium, Robert Kloos, wurde für Kabeljau ein Rückgang um 20 Prozent beschlossen, für Seelachs um 13 Prozent.
Die Fangmenge beim Hering wurde indessen um 22 Prozent erhöht, bei Schollen um 15 Prozent. Der Kompromiss orientiere sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Schutz der Fischbestände.
WWF: Konsument soll Auswahl bedenken
Unterdessen raten Umweltorganisationen im Allgemeinen beim Fisch-Kauf bestimmte Kriterien zu beachten. Die Fangquote sei nämlich nicht genug, um die Fischbestände zu schützen, warnt unter anderem die Organisation WWF. Ohne Gewissensbisse können Verbraucher laut WWF etwa zu Hering greifen, zu Seelachs aus dem Nordostatlantik oder Dorsch aus der Ostsee. Lachs und Forelle aus kontrollierter Öko-Aufzucht seien auch unbedenklich.
Grundsätzlich seien Meerestiere aus Öko-Aquakulturen in aller Regel unproblematisch, so der WWF. Bedenkenlos verzehrt werden könnten auch Makrelen aus dem Nordost- und Nordwest-Atlantik oder Kabeljau aus der Nordost-Arktis, der östlichen Ostsee oder dem Nordost-Pazifik. Verbraucher sollten allerdings zu Tiefkühlfisch greifen, der nicht mit dem Flugzeug transportiert wird.
Thunfisch und Garnelen sind stark überfischt
Bei Krabben und Garnelen heißt es: genau hinschauen. Die Garnelen-Bestände aus dem Eismeer etwa seien gefährdet. Ähnliches gelte für Rot- und Viktoriabarsch, Dorade aus dem Mittelmeer und Pangasius. Doch auch bei Thunfisch seien viele Bestände schon stark überfischt. Akut bedroht ist vor allem der rote Thun, der besonders bei Sushi-Liebhabern gerne auf dem Teller landet.
Einen Hinweis auf nachhaltig gefangenen Fisch gibt laut WWF das sogenannte MSC-Siegel: ein weißer Fisch auf blauem Grund mit dem Schriftzug "Marine Stewardship Council". Weitere Ökosiegel für Fisch sind "Bioland" und "Naturland".
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.