Evaluierungsbericht

Erneut Debatte um Welser Energiestadt-Ziele

Oberösterreich
02.03.2021 13:00

Bereits letzten Sommer herrschte dicke Luft in Wels, als die Grünen mit dem Evaluierungsbericht „Energiestadt Wels“ hart ins Gericht gingen. FP-Stadtchef Andreas Rabl konterte, dass es sich nur um einen Entwurf handle. Gestern wurde der Bericht tatsächlich präsentiert - bekam aber wieder sein Fett weg.

2008 via Gemeinderatsbeschluss ins Leben gerufen, zielt das Projekt „Energiestadt Wels“ auf die schrittweise Verminderung fossiler Energieträger im Strom- und Wärmebereich als Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz ab. Gleichzeitig sollte eine Steigerung der Lebensqualität und der Wirtschaftsdynamik erreicht werden. Gestern präsentierte dazu FP-Stadtchef Andreas Rabl den bereits im Vorjahr viel zitierten Evaluierungsbericht. Das Ergebnis: Der Großteil der beschlossenen Maßnahmen sei verwirklicht worden. Von 32 Vorgaben, die ein Projektteam erarbeitet hat, wurden 18 vollständig sowie acht teilweise umgesetzt.

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Wir haben in den letzten Jahren vieles geschafft, und auch für die Zukunft stehen bereits einige Projekte am Programm.

Andreas Rabl, Welser FP-Bürgermeister

Ein Umstand, der Thomas Rammerstorfer von den Welser Grünen nur wenig beeindruckt, eher traurig macht: „Der Evaluierungsbericht ist ein Dokument des Versagens. Man fragt sich, warum in dieser Stadt überhaupt Konzepte erstellt werden, wenn es dann nicht die geringsten Bemühungen zur Umsetzung gibt. Man hat 12 Jahre verschlafen.“ Einzelne Fortschritte wie bei der E-Mobilität und der Verwendung erneuerbarer Energien seien seltene Lichtblicke im Bericht.

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Klimaschutz muss künftig in Wels wieder einen viel größeren Stellenwert haben. Wir müssen eine Vorreiterrolle übernehmen.

Petra Wimmer, SP-Bürgermeisterkandidatin

Zehn Vorschläge
Uneins ist die SPÖ: Während SP-Stadtvize und Umweltreferentin Silvia Huber meinte, dass durch die Umsetzung in den letzten Jahren im Umwelt- und Klimabereich einiges weitergegangen wäre, bräuchte es laut Bürgermeisterkandidatin Petra Wimmer um einiges mehr Anstrengungen, um klimafit zu werden. Dafür präsentierte die 55-Jährige sogleich zehn Vorschläge.

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