28.02.2021 12:30 |

Tier muss vor Gericht

Kampfhahn tötete in Indien seinen Besitzer

In Indien sind Hahnenkämpfe ein beliebtes, blutiges Spektakel. Diese Leidenschaft hat einen Tierbesitzer und Anhänger der umstrittenen Wettkämpfe nun das Leben gekostet: Nachdem er an einer Kralle seines Kampfhahns eine sieben Zentimeter lange Klinge befestigt hatte, versuchte der Vogel zu entkommen und griff den 45-Jährigen an. Dieser verblutete an den dadurch zugefügten Verletzungen.

Eigentlich kämpfen bei den Wettbewerben nur die Tiere um Leben und Tod - doch bei dem illegalen Event im Dorf Lothunur starb nun ein Tierbesitzer bei der Vorbereitung eines Hahnenkampfs.

Der Hahn hatte versucht, seinem Besitzer zu entkommen. Da er für den bevorstehenden Kampf mit einem Artgenossen bereits mit einer scharfen Klinge ausgestattet worden war, ging der Fluchtversuch tödlich für Thanugulla Satish aus.

Der Inder hatte versucht, den Hahn einzufangen. Der Vogel wand sich jedoch, als Satish ihn umklammerte. Die Klinge schlitzte den Mann schließlich in der Leistengegend auf, berichtetet „Indian Express“. Noch am Weg ins Spital verblutete der Schwerverletzte.

Hahn in Polizeigewahrsam - er muss vor Gericht
Die Polizei „verhaftete“ den Hahn schließlich und brachte ihn auf die Polizeistation. Das Tier muss nun vor Gericht erscheinen - es gilt als Beweismittel. Bis dahin müssen Polizisten ihn hüten und füttern.

Seit 1960 sind Hahnenkämpfe in Indien verboten
Für 15 Männer hat der Vorfall ebenfalls ein gerichtliches Nachspiel: Allen, die am Hahnenkampf teilnehmen wollten, droht nun eine Anklage wegen Totschlags, illegaler Wetten und Veranstaltung eines Hahnenkampfs. Solche Veranstaltungen sind offiziell bereits seit 1960 nicht mehr erlaubt.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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