„Hinter der Fassade“

Projekt thematisiert Gewalt und wo es Hilfe gibt

„Ohne Gewalt zu leben ist ein Menschenrecht. Dennoch erleben viel zu viele Kinder zuhause Gewalt“, weiß Eva Schuh vom Gewaltschutzzentrum OÖ. Ein neues Projekt soll Kindern ein Werkzeug in die Hand geben, um sich gegen häusliche Gewalt zu wehren. Es heißt „Hinter der Fassade“.

Corona hat die Situation leider noch verschärft. Christine Winkler-Kirchberger, oö. Kinder- und Jugendanwältin, bestätigt das: „Wir verzeichnen derzeit vermehrt Anfragen zu Eltern-Kind-Konflikten. Die Zahl der von uns geleisteten Psychotherapie-Einheiten stieg im Coronajahr um ein Drittel.“

Von psychischer Belastung bis Körperliche Gewalt
Die Probleme reichen von psychischer Belastung bis hin zu körperlicher Gewalt. Ursachen sind auch das veränderte Zusammenleben in den Familien durch Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen, beengte Wohnverhältnisse oder eine Überforderung der Eltern durch die Kombination von Home-Office und Home-Schooling.

Lebenslange Folgen
Die Folgen sind dramatisch. Eva Schuh: „Gewalt hinterlässt lebenslange Narben, zerstört oft das Vertrauen in sich selbst und in die Beziehung zu anderen Menschen. Gewalt macht krank.“

Stärkende Botschaften
Mit dem neuen Projekt „Hinter der Fassade“ von Kinder- und Jugendanwaltschaft und Gewaltschutzzentrum will man die jungen Opfer online und in Workshops für das Thema Gewalt sensibilisieren, stärkende Botschaften vermitteln und ihnen niederschwellige Hilfsangebote aufzeigen. Infos und Buchungen: www.hinter-der-fassade.at

 OÖ-Krone
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Mittwoch, 14. April 2021
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