Nächste Impfwelle:

Ab März werden Patienten mit hohem Risiko geimpft

Ab 9. März startet man mit der Impfung von Hochrisikopatienten bei niedergelassenen Ärzten. Rund 600 Ordinationen nehmen an dem Programm teil, darunter nahezu alle Hausärzte, aber auch Fach- und Wahlärzte. Die Patienten werden von den Medizinern verständigt. Sollte der eigene Hausarzt nicht impfen, muss er sich eine Partnerordination suchen, die das für ihn abwickelt.

Die Ordinationen werden direkt vom Pharmahandel versorgt, verabreicht wird das Vakzin von Biontech/Pfizer. Wie Wolfgang Ziegler, stellvertretender Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte in OÖ, erläuterte, hätten die Ärzte bereits Listen mit ihren Hochrisikopatienten parat liegen. Der Ablauf soll so organisiert werden, dass immer noch Ersatzpersonen kurzfristig angerufen und zur Impfung gebeten werden können, wenn jemand ausfällt. Damit soll gewährleistet werden, dass kein Impfstoff verfällt und alles verlässlich an die Zielgruppe verabreicht wird.

14.000 Dosen in erster Tranche
In die Gruppe der Hochrisikopatienten fallen laut nationalem Impfgremium u.a. Menschen mit Trisomie 21, Demenz, Herz- und Lungenschäden, Krebs- und Dialysepatienten oder Leute mit schwerer Adipositas. Insgesamt zählen im Bundesland rund 90.000 Personen dazu. Wann sie durchgeimpft sein werden, ist offen. LHStv. Christine Haberlander (ÖVP) wies darauf hin, dass man immer davon abhängig sei, was tatsächlich geliefert wird. Derzeit seien 7.200 Dosen in der Kalenderwoche zehn sowie je 3.600 in den beiden darauffolgenden Wochen - also in Summe 14.400 - avisiert, weitere Impfstoffe sollen im zweiten Quartal einlangen. Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser bat die Patienten um Geduld, die Reihung erfolge nach medizinischen Kriterien.

Planung als Herausforderung
Die unsichere Liefersituation stellt auch die Impflogistik vor Herausforderungen: Man könne es sich nicht leisten, für jeden Geimpften gleich die zweite Dosis zurückzulegen, erläuterte Impfkoordinator Franz Schützeneder, aber in den Wochen vor der Zweitimmunisierung müsse man Dosen „ansparen“, um die zweite Spritze sicher gewährleisten zu können.

 OÖ-Krone
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Dienstag, 20. April 2021
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