22.02.2021 17:00 |

6 Täter ausgeforscht

Geld oder Bombe: Erpressung mit Massen-Mails

Geld oder Bombe? Seit zwei Jahren beschäftigen sich Experten im Bundeskriminalamt mit dem Phänomen der Massenerpressungs-E-Mails. Denn die neue Form der Kriminalität verlagert sich - auch aufgrund der Corona-Pandemie - immer mehr ins Internet. 5326 Fälle wurden analysiert, sechs Verdächtige ausgeforscht!

Der wohl spektakulärste Internet-Coup: Wie berichtet, erhielten Ende September Hunderte Firmen in Österreich und ganz Europa Droh-Mails. Der Absender „Lumba Attack Squad“ forderte 1,99 Bitcoin (rund 20.000 US-Dollar). Falls nicht auf die angegebene Bitcoin-Adresse eingezahlt werde, gehe eine Bombe hoch, so der Erpresser.

Gebäude geräumt, Straßen gesperrt
Österreichweit mussten Gebäude geräumt und Straßen gesperrt werden, Sprengstoffexperten suchten mit Hunden nach explosivem Material. Die Droh-Mails wurden über einen kanadischen Server verschickt. Ein Indonesier konnte ausgeforscht werden.

Noch perfider: Bilder von Firmenchefs wurden von Unternehmensseiten auf eine einschlägige Kinderporno-Plattform gestellt. Davon waren 376 Betriebe betroffen. Ein Deutscher ging ins Netz.

„Den Ermittlern ist ein großer Erfolg in der Aufklärung vieler Fälle von Massenerpressungs-Mails gelungen“, so Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). Insgesamt gab es 82 Anzeigen an die Staatsanwaltschaft.

Martina Münzer-Greier
Martina Münzer-Greier
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