22.02.2021 16:00 |

Auch Nichtversicherte

Österreichweiter Ausbau der Gratis-Tests

In allen Corona-Teststraßen in Österreich können nicht versicherte Menschen einen Antigen-Schnelltest machen. Profitieren davon können nicht nur gesellschaftliche Randgruppen, sondern auch etwa Studierende oder Arbeitskräfte, die ihren Hauptwohnsitz nicht in Österreich haben, wie es aus dem Büro von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hieß. Auch private Testanbieter wollen die Gratistestungen in Österreich unterstützen und haben dafür die Initiative „Testplattform Österreich“ gestartet.

Die meisten Betroffenen gibt es in Wien. Auch hier können in allen neun Teststraßen nicht versicherte Menschen den Test absolvieren, so das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegenüber Radio Wien. Die Kosten dafür trägt der Bund.

Laut einer Schätzungen sind Radio Wien zufolge rund 30.000 Menschen österreichweit ohne Versicherung. Die Corona-Pandemie könnte diese Zahl ansteigen lassen. Da die Betroffenen nicht versichert sind, haben sie auch keine E-Card und somit de facto keinen Zugang zum Gesundheitssystem.

Private Anbieter wollen Gratistests unterstützen
Die Gratistestungen in Österreich unterstützen auch private Testanbieter, sie haben dafür die Initiative „Testplattform Österreich“ gestartet. Laut Eigenangaben mehr als 50 stationäre Testeinrichtungen sowie 89 mobile Teams verfügen über eine Kapazität von mehr als 155.000 Tests pro Woche. Was noch geklärt werden muss, sind die Abrechnungsmodalitäten, hieß es in einer Aussendung am Montag.

Die Anbieter Agenttask, COVID Fighters, Dermacare, FasTest und „Mobiler COVID Test Service“ wollen ergänzend zu den bereits angebotenen Testmöglichkeiten ihre Infrastruktur, Expertise und Erfahrung in den Ausbau der Gratis-Testungen einbringen. Die „Testplattform Österreich“ könne ergänzend zu den Apotheken und den Teststraßen eine Infrastruktur für Gratis-Tests anbieten.

„Wir können ohne Vorlaufzeit jeden Moment starten und die Kapazitäten laufend erweitern. Die Apotheken haben den letzten zwei Wochen 280.000 Menschen getestet, die Nachfrage ist definitiv vorhanden“, meinte Alexander Thury, Gründer von FasTest.

Man habe in IT-Systeme investiert, sodass Test-Termine nicht länger als zwei bis vier Minuten dauern. „Dadurch schaffen wir im Vergleich zu Apotheken eine bis zu achtfache Kapazität“, betonte Eduard Yusupov, Geschäftsführer von Dermacare. Außerdem könne die Testplattform bei einem österreichweiten Aufbau einer Testinfrastruktur behilflich sein, da etliche Gemeinden nur mit sehr langen Anfahrtswegen die Möglichkeit für Gratistests hätten.

Quelle: APA/ORF

Harald Dragan
Harald Dragan
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