Auf dreiste Betrüger ist Titus H. (75) aus Puchenau hineingefallen. Der gutgläubige Pensionist überwies, trotz Warnungen seiner Bank, 7000 Euro an vermeintliche Online-Börsenmarkler. Erst als die Forderungen immer unmoralischer wurden und das Opfer sich seinen „Gewinn“ nicht auszahlen konnte, wurde es hellhörig.
„Ich hab’ mich einfach zu wenig informiert und war zu blöd“, schüttelt Titus H. im Nachhinein den Kopf über seine Investitionen. Begonnen hatte alles im Dezember vergangenen Jahres. Via Telefon köderten die Betrüger den gutgläubigen Mühlviertler: Auf einer Online-Tradingpattform seien tolle Gewinne zu erwarten. 250 Euro zur Kontoeröffnung und 5000 Euro als Einstieg waren zu überweisen, H. kam der Aufforderung nach.
Bank ahnte falsches Spiel
Doch dann schaltete sich seine Bank ein, ahnte das falsche Spiel und konnte die Transaktion wieder rückgängig machen. Die Betrüger ließen aber nicht locker, lockten den Pensionisten erneut mit Gewinnen und erschlichen sich so neuerlich sein Vertrauen – der Pensionist überwies 3000 €. Auch auf einer anderen Plattform investierte er 4000 Euro.
Hartnäckig
„Dann wollten sie immer mehr Geld, aber ich hab’ nichts mehr überwiesen. Den Gewinn, den ich auf meinem Online-Konto sehe, konnte ich mir dann nicht auszahlen lassen“, so der 75-Jährige. Wie hartnäckig die Betrüger, die nach wie vor täglich anrufen, sind, konnte die „Krone“ bei einem Gespräch zwischen H. und „Makler“ Patrick mithören.
Mehrere solche Fälle
„Ich habe 64.000 Euro auf einem Konto, wenn du mir 12.000 Euro als Kaution überweist, gehört das Geld dir“, versprach der Gauner. Der „gebrannte“ Anleger machte das einzig richtige und legte auf. „Ich will andere warnen – die Leute gehören sensibilisiert. Ich kenne schon mehrere, die reingefallen sind“, sagt der 75-Jährige.
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