Aufruf für Bad Ischl

Die Virus-Mutation rückt näher an Oberösterreich

Oberösterreich
17.02.2021 17:35
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Eine Salzburgerin, die in Bad Ischl einkaufen gewesen ist, gilt als Verdachtsfall bezüglich der südafrikanischen Coronavirus-Mutation B.1.351. Die Frau aus dem Flachgau dürfte sich beim Verwandtenbesuch in Tirol angesteckt haben.  Sie war noch am 12. Februar auch in Bad Ischl unterwegs. Die Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung startete nun einen Aufruf. Es sollen sich alle Personen melden, die sich an diesem Tag von 16.30 bis 18.00 Uhr in der Hofer-Filiale und der Fressnapf-Filiale in der Salzburger Straße aufgehalten haben.

Die Gesundheitsbehörden in Salzburg haben am Mittwoch über einen zweiten Verdachtsfall bezüglich der südafrikanischen Coronavirus-Mutation B.1.351 informiert. Betroffen ist eine Frau aus dem Flachgau, die am 13. Februar erste Symptome entwickelt hat. Ein Test am Samstag bestätigte eine Infektion mit SARS-CoV-2, gestern lag dann ein positives Ergebnis des Vortests hinsichtlich der Virusvariante aus Südafrika vor.

Verwandtenbesuch in Tirol
Beim Contact Tracing stellte sich heraus, dass die Frau vom 9. bis 10. Februar im Bezirk Schwaz bei Verwandten zu Besuch war, die ebenfalls positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Auf den Bezirk entfielen zuletzt rund 60 Prozent der bestätigten Fälle und der Verdachtsfälle in Tirol.

Behördenaufruf für Bad Ischl
Weil die Frau am 12. Februar noch in Bad Ischl (OÖ) einkaufen war, hat die Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung heute einen Aufruf gestartet. Es sollen sich alle Personen melden, die sich an diesem Tag von 16.30 bis 18.00 Uhr in der Hofer-Filiale und der Fressnapf-Filiale in der Salzburger Straße aufgehalten haben. Die drei im gleichen Haushalt lebende Angehörigen der Frau wurden ebenfalls getestet, die PCR-Ergebnisse stehen hier noch aus. 

Verdachtsfall nach Rückkehr aus Südafrika
Erst gestern, Dienstag, hatte die Stadt Salzburg über einen ersten Verdachtsfall zur Südafrika-Mutation informiert. Ein afrikanischstämmiger Österreicher war nach der Rückkehr aus Südafrika positiv getestet worden, ein Screening auf die Virusmutationen brachte aber kein klares Ergebnis. Allerdings dürfte er seinen 15-jährigen Sohn angesteckt haben. Die Behörden gehen davon aus, dass sich bei dem Jugendlichen der hochgradige Mutationsverdacht bestätigen wird.

Häufig jüngere Menschen befallen
Die Mutation B.1.351 verbreitet sich bisherigen Erkenntnissen zufolge offenbar schneller als bisher bekannte Stämme. Vermutet wird auch, dass sie schwerere Erkrankungsverläufe auslöst und häufiger junge Menschen befällt. Auch der zuletzt zugelassene Impfstoff von AstraZeneca soll einen geringeren Schutz gegen die Virusvariante aus Südafrika bieten.

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