Der Fernsehproduzent und Regisseur Ronald P. Vaughan ist tot. Mehr als 50 Jahre hat der gebürtige Ire, der in Wien aufgewachsen ist, an Formaten für den ORF gearbeitet, darunter das Musik- und Jugendkulturmagazin „Okay“, das Reality-Format „Taxi Orange“ sowie etliche Dokumentationen. Am Freitag ist er nach kurzer, schwerer Krankheit im 72. Lebensjahr verstorben, wie seine Familie mitteilte.
Vaughan absolvierte die Wiener Filmakademie und war auch als Kameramann, Autor und Gestalter tätig. Für das Jugendformat „Okay“ entstanden in den 1980ern 299 Folgen. Neben seiner Filmproduktionsfirma RPV-Video war er auch im Hörfunk tätig und fungierte als Mitbegründer des Privatsenders Radio CD, für den er Sendungen wie die „Schmusewelle“, „Nonsense“, „Goldene Zeiten“ und „Summa Summarum“ entwickelte. In den 1990ern widmete er sich gemeinsam mit seiner Frau Roswitha Dokumentationen zu historischen und zeithistorischen Stoffen, darunter dem Wiener Kongress, den Habsburgern oder dem Stephansdom.
„Zuversicht war stets sein Credo“
Für den Spartensender ORF III entstanden unter anderem Dokumentationen wie „Die Akte Habsburg“, „Habsburgs Adel" oder „ORF-Fernsehgeschichte“. In seinen späteren Lebensjahren widmete er sich seinen liebsten Themen als Regisseur und Autor und schuf Werke wie „Genie und Geometrie“, „Kalender, Kulte und Kulturen", „Stonehenge - Die Vermessung der Welt“ und „ORF Universum - Rätsel der Steinzeit“. „Sein Engagement und Optimismus war bei all seinen Produktionen spürbar und im Privatleben grenzenlos“, erinnert sich seine Familie liebevoll und erklärte, „Zuversicht - eines seiner letzten Worte - war stets sein Credo“.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.