Verunreinigte Pilze
Elfjähriger deckte Lebensmittel-Skandal in China auf
In Berichten hatte es geheißen, Pilze seien zum Aufhellen mit gesundheitsschädlichen Bleichmitteln behandelt worden. In der Hoffnung, diese Berichte zu widerlegen, sammelte Zhang im Juli eine Reihe von Pilzen und testete sie mithilfe eines Studenten der Landwirtschaftlichen Hochschule in Peking, wie die Zeitung "China Daily" am Montag berichtete.
Die beiden benutzten ein Mikroskop und eine fluoreszierende Beleuchtung und fanden heraus, dass die meisten der getesteten Pilze mit Chemikalien verunreinigt waren. In den Medien erschienen Lobeshymnen auf den mutigen Elfjährigen, der es mit der Industrie und den Behörden aufnimmt.
Behörden: 97,7 Prozent bedenkenlos
Nach chinesischen Presseberichten können die Bleichmittel unter anderem Leberschäden, Hautallergien oder Asthma hervorrufen. Die Pekinger Behörden erklärten, 97,7 Prozent der Pilze seien unbehandelt und könnten bedenkenlos verspeist werden.
Immer wieder von Skandalen erschüttert
Chinas Lebensmittelindustrie wird immer wieder von Skandalen erschüttert. 2008 waren rund 300.000 Kinder durch Milchpulver erkrankt, das mit der Industriechemikalie Melamin verseucht war. Heuer wurden in China unter anderem pestizidverseuchte Fisolen und aus recycelten Abfällen produziertes Speiseöl entdeckt.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.