Schon vor der Fortsetzung des Prozesses gegen einen Bürgermeister, der in Oberösterreich unter Vergewaltigungsverdacht steht, werden die Messer gewetzt. Nun meldete sich sein Verteidiger Oliver Plöckinger zu Wort: „Wir brauchen das alte Handy nicht für ein Alibi.“ Auch ein verschicktes Strip-Video bezeichnete der Verteidiger als „künstlerische Darstellung“.
Der Bürgermeister, der von seiner Amtsleiterin beschuldigt wird, sie sexuell belästigt und vergewaltigt zu haben, wollte mit einem alten Mobiltelefon sein Alibi für einen Tattag untermauern. Doch das Handy ist nicht mehr auffindbar.
Verteidiger Oliver Plöckinger: „Wir können auch so den 4. Mai 2016 minutiös rekonstruieren. Um 11.15 Uhr war mein Mandant bei der Bank. Anschließend fuhr er ins ÖVP-Bezirksbüro, das hat ein Zeuge bestätigt. Um 13.45 Uhr hat er seine Frau von der Arbeit abgeholt. Wir wissen das so genau, weil das Ehepaar an diesem Tag an den Gardasee gefahren ist. Von der Ankunft gibt es ein Foto.“
Auch ein Strip-Video, das der Angeklagte ans Opfer geschickt habe, macht Plöckinger keine Sorgen: „Es handelt sich um eine künstlerische Darstellung. Am Gemeindeamt wurde darüber geredet. Deshalb hat er es verschickt.“
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