11.02.2021 09:07 |

Mörtel im Interview:

„Der Lugner wird immer a bisserl verrissen“

Das „Phantom der Staatsoper“ hat heute frei. Was Richard Lugner jetzt stattdessen macht und warum er schon für 2022 plant.

„Krone“: Ein Jahr ohne Ball muss für Sie fast wie eine Ihrer alljährlichen Mayr-Kuren anmuten?
Richard Lugner: Es geht mir schon ab. Wenn man mich fragt, wie so ein Ball für mich ist, sage ich, dass es wie ein Märchen ist. Und ich hoffe, es kommt 2022 wieder. Auch wenn manche meinen, die Leute werden sich das nicht mehr leisten können - also glauben Sie mir, die Leute, die auf den Ball gehen, die werden das Geld auch nächstes Jahr bestimmt wieder haben.

Sie sind da dabei?
Natürlich bin ich dabei. Es wird der Star kommen, der 2020 nicht konnte. Dafür wäre sie 2021 dabei gewesen. Jetzt sind wir für 2022 auf Kurs und bevor Sie, wie alle Jahre, mich fragen, wer sie ist, dann muss ich Sie leider enttäuschen. Verraten wird beim Lugner nichts.

Und das Virus könnte nächstes Jahr Ihrer Auffassung nach nicht doch letztendlich zum Spielverderber, pardon, mutieren?
Na ja, ich werde jetzt endlich mal geimpft. Die erste Impfung am 23. Februar und die zweite bekomme ich dann am 16. März. Das gibt mir Hoffnung, dass die gesamte Situation bis nächstes Jahr um diese Zeit wieder unter Kontrolle sein wird.

Hand aufs Herz, geht Ihnen denn nicht der ganze Rummel um Ihre Person ein bisserl ab?
Schauen Sie, prinzipiell ist es ja doch so, dass mich die Journalisten und die Öffentlichkeit gerne an dieser Stelle durch den Kakao ziehen. Aber im Prinzip habe ich persönlich da immer nur schöne und positive Erinnerungen von diesem Ball. Und ja, der Lugner wird immer a bisserl verrissen - aber ich habe da eine dicke Haut und ich halte auch schon ein bisserl etwas aus.

Am Abend hätte der Opernball stattgefunden. Was machen Sie denn jetzt eigentlich mit der ganzen gewonnen Zeit am heutigen Donnerstag?
Es ist für mich heute ein ganz normaler Arbeitstag. Ich bin im Büro in der Lugner City und am Nachmittag bin ich dann beim ORF in der Sendung Studio 2. Man hat mich gebeten, dass ich mich festlich anziehen soll. Also habe ich ein glitzerndes Sakko aus dem Jahr 1989 dabei - das habe ich bei meinem Geburtstag damals getragen. Beim ORF jedenfalls werden wir dann verschiedene Ausschnitte von Opernbällen sehen und etwas dazu sagen.

Wer ist „wir“?
Ich bin gemeinsam mit dem „Käfer“ dort.

Und am „Ballabend“?
Da bin ich alleine daheim. Ich trinke ein Glaserl Wein und schaue mir festlich die Opernballsendungen an. Nur Frack werde ich sicher keinen tragen.

Adabei Norman Schenz, Kronen Zeitung

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