Die drei Apotheken in St. Veit haben seit einiger Zeit ihre Nachtdienste eingestellt. Wer während der Nachtstunden dringend Medikamente braucht, der muss nach Klagenfurt fahren. Paul Hauser, Präsident der Kärntner Apothekerkammer: „Das ist ein von der Bezirkshauptmannschaft genehmigter Pilotversuch.“
Der Bedarf und die Nachfrage seien einfach nicht mehr gegeben gewesen. Befristet sei das Projekt in der Apotheke Wayerfeld, der Vitus- sowie der Bären Apotheke bis 6. März. Dann soll evaluiert werden, so Hauser.
Manche besorgte Eltern haben schon nachgefragt, wie sie im Notfall in der Nacht schnell zu wichtigen Medikamenten kommen könnten, wenn die Apotheken geschlossen haben. Paul Hauser beruhigt: „Es gibt ja noch immer die Rettung, die Erkrankte in die Krankenhäuser bringt, und die Notärzte, die helfend einspringen.“ Die Apotheker dürften rezeptpflichtige Medikamente ohne ärztliche Verschreibung ohnehin nicht herausgeben. Grundsätzlich sei die Angelegenheit auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Für Apotheker würde es sich nicht rechnen, Nachtdienste zu machen, wenn kein Kunde kommt, meint Hauser.
Martin Radinger
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.