Tausende Pendler aus Ungarn und der Slowakei brauchen aktuellen Nachweis: Land reagiert rasch und verdoppelt die Kapazitäten.
Das Burgenland ist als Grenzregion von der neuen Einreiseverordnung der Bundesregierung besonders betroffen. Tausende ungarische Pendler müssen binnen 24 Stunden nach Einreise einen Antigen-test nachweisen, was zu einem Ansturm auf die burgenländischen Teststraßen geführt hat. Auch die kurzfristige Ankündigung des Bundes hinsichtlich der körpernahen Dienstleister hätte Verunsicherung in der Bevölkerung ausgelöst, kritisiert Landesrat Leo Schneemann. Dennoch habe man im Burgenland die Situation gut im Griff. Alle sieben Testzentren seien auf zwei, in Gols sogar auf drei Teststraßen aufgestockt worden. Und man habe Gespräche mit den Gemeindevertretern geführt, um auch die Kommunen ins Boot zu holen.
„Die Bürgermeister sind seit Beginn der Pandemie Krisenmanager und erste Ansprechpartner für die Bürger. Nun gelte es auch hier, an einem Strang zu ziehen, so Schneemann. Welche Gemeinden zusätzliche kostenlose Tests anbieten, werde bis heute Nachmittag feststehen, sodass ab dem Wochenende auch dort getestet werden könne. Mit an Bord sind zumindest 30 Apotheken. Auch sie bieten kostenlos Tests an. „Uns ist die Gesundheit der Menschen wichtig. Daher bieten wir dieses Service besonders für die ältere Bevölkerung an“, so Apotheker Amir Shirazi aus Stegersbach. Die Anmeldung soll weiterhin über das Anmeldesystem www.oesterreich-testet.gv.at erfolgen. Bei den Apotheken kann diese telefonisch durchgeführt und später im System nachgetragen werden.
Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung
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