Kroatien-Kredite

Die Hypo fordert von Ex-Vorständen Millionen zurück

Kärnten
01.12.2010 18:12
1,5 Millionen Euro fordert die verstaatlichte Hypo von vier ehemaligen Mitarbeitern wegen verpatzter Kroatien-Kredite: Unter anderen sollen die Ex-Vorstände Kircher, Kocher und Peter zahlen. Der Schadenersatzprozess gegen sie wurde allerdings aufgeschoben.

Es lief gleich ab wie beim Verfahren gegen Wolfgang Kulterer & Co., wo die Hypo knapp über zwei Millionen Euro retour fordert und erst einmal zuwarten muss: Denn auch am Mittwoch erschienen, wie erwartet, die Beklagten – Josef Kircher, Paul Kocher und Wolfgang Peter sowie Dieter M. – nicht bei Gericht und der Rat unterbrach das Verfahren rasch ohne großes Procedere bis zur Abwicklung des Strafverfahrens. 

"Wir sind nicht sicher, ob diese Unterbrechungen rechtmäßig sind", erklärt Hypo-Anwalt Leo Grötschnig. "Schließlich sind wir es dem Steuerzahler schuldig, so schnell wie möglich Forderungen einzubringen, dort, wo wir der Meinung sind, dass der Bank auch Schadenersatz zusteht."

Bislang laufen drei Schadenersatzprozesse, weitere folgen. Im konkreten Fall wirft die neue Bankführung den vier ehemaligen Kollegen vor, an den kroatischen Unternehmer Goran T. leichtfertig Kredite von mehr als 1,5 Millionen Euro vergeben zu haben. Was die Staatsanwaltschaft daraus macht, ist noch unklar. Nach wie vor wird ja gegen 56 Beschuldigte im In- und Ausland ermittelt, hauptsächlich wegen Untreue und Betrugs, aber auch wegen Geldwäsche, Falschaussagen und Aktiendelikten.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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