03.02.2021 10:02 |

Corona-Krise:

Bitte warten für alle Wirte

Die Gastronomie bleibt weiter geschlossen. Ein Datum, wann wieder geöffnet werden könnte, gibt es noch nicht. In der Branche ist man frustriert.

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Roman Purt, der den „Karlwirt“ in Winden am See führt, bringt es auf den Punkt: „Wer kann es sich leisten, vier Monate nicht öffnen zu dürfen? Die Wirtschaft muss endlich wieder angekurbelt werden, bevor es keine Gastronomie mehr gibt.“ Er selbst versucht, sich mit der Abholung von Speisen über Wasser zu halten und den Leuten besondere Zuckerln zu bieten. So gibt es gerade eine Karlwirt-Tombola. Jeder, der sich etwas zu essen holt, kommt in den Lostopf. Am ersten Tag nach dem Lockdown werden dann die Gewinner gezogen. Auch Natascha Pitzl aus Frauenkirchen möchte ihren „Boxenstop“ endlich wieder aufsperren. Sie führt ihr kleines Lokal mit zwei Angestellten und empfindet die Vorgehensweise der Politik als Frechheit. „Wir brauchen endlich eine Perspektive und vor allem eine Richtlinie, wann wir wieder aufsperren können. Wir können uns das so einfach nicht mehr leisten.“ Sie hebt auch hervor, dass es in der Öffnungsphase der Gastronomie kaum positive Covid-Fälle gegeben hat. Für sie ist die Schließung alles andere als gerechtfertigt.

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„Das ist der Dritte Weltkrieg, den wir hier erleben. Er wird auf dem wirtschaftlichen Sektor ausgetragen, und ganze Branchen werden ruiniert, während nur einzelne profitieren.“

Matthias Mirth, Spartenobmann Gastro & Wirt in Eltendorf.

Matthias Mirth, Wirt in Eltendorf und Spartenobmann Gastronomie im Burgenland, findet noch härtere Worte. „Für mich ist das der Dritte Weltkrieg, einfach nur auf eine andere Art, nämlich wirtschaftlich“, so Mirth. „Wir werden komplett ruiniert. Wenn man schaut, wer von der Krise profitiert, ist es eine Schweinerei. Ein Netzwerk gewinnt, das andere wird in den Ruin getrieben.“ Für ihn besonders problematisch ist auch, dass man in der Branche absolut nicht planen kann. Ganz zu schweigen vom gesellschaftlichen Problem, weil den Menschen das soziale Umfeld genommen wird. Für alle ist eines klar: Es muss so schnell wie möglich aufgesperrt werden.

Charlotte Titz, Kronen Zeitung

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