"Der Trip nach Paraguay ist bereits geplant. Aber, wann der Flug und die Befragung des Villachers stattfinden, hängt von der gesamten Organisation und der Zusammenarbeit mit den paraguayischen Behörden ab", erklärt Johann Reiter vom LKA am Dienstag.
Im Juni 2008 war Sandro H. am Klagenfurter Landesgericht zu 30 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Er war von einem Bordellbetreiber beauftragt worden, einen Konkurrenten durch Schüsse und Schläge mit einem Nagelbrett "fertigzumachen". Die Sache flog aber vorzeitig auf.
Gemeinsam mit einem Kumpel, einem 41-jährigen Klagenfurter, der wegen der Fälschung von Führerscheinen im Grazer Gefängnis einsaß, ergriff er 2008 schließlich bei einem Freigang die Flucht. Beide setzten sich nach Paraguay ab.
Komplize könnte auch etwas wissen
In Paraguay wurde der Klagenfurter wegen Drogenbesitzes erneut verhaftet und nach Österreich ausgeliefert. Die Beamten vermuten, dass auch er etwas über das Verschwinden der jungen Villacherin wissen könnte. "Einvernommen wurde er noch nicht, nach Auskunft des Bundeskriminalamtes sitzt er in Graz in der Justizanstalt", sagte Reiter. Dass der Mann nach Kärnten überstellt werde, halte er aber für unwahrscheinlich: "Für die Dauer der Haftstrafe, die er in Österreich zu verbüßen hat, ist die Justizanstalt in Klagenfurt nicht geeignet."
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