Die 5.600 Fans in der Keine-Sorgen-Arena bekamen zwei verschiedene Spielhälften geboten, in denen zuerst die Rieder, nach der Pause aber die Tiroler das Spiel machten. Den spielentscheidenden Treffer erzielte Guillem nach einem Konter per Kopf in der 54. Minute. Die Rieder starteten bei schwierigen Platzverhältnissen - der Platz war erst um 11.00 Uhr von einer 10 cm dicken Schneedecke befreit worden - mit viel Druck. Carril schoss aus 20 Metern knapp am Tor vorbei (7.), sein Landsmann Guillem scheiterte mit links an Wacker-Goalie Grünwald (12.).
Schwache Wacker-Offensive
Die Oberösterreicher hatten die Partie auch in der Folge voll im Griff und dominierten das Geschehen, vor allem auch da sie deutlich mehr Zweikämpfe gewannen. Die Innsbrucker standen sehr tief und waren nur darauf bedacht kein Gegentor zu kassieren. Die gesamte Offensivabteilung konnte sich überhaupt nicht in Szene setzen, einzige gefährliche Aktion war ein Weitschuss von Hauser, mit dem Ried-Goalie Hesl seine Mühe hatte (41.).
Nach dem Seitenwechsel starteten die Gäste mit deutlich mehr Initiative und Elan, was sich allerdings schnell rächte. Nach einem Konter bediente Carrill seinen Landsmann Guillem mit einer mustergültigen Flanke, und der spanische Stürmer traf per Kopf zum 1:0 (54.).
Öbster-Tor aberkannt
Die Elf von Chefcoach Walter Kogler drängte vehement auf den Ausgleich, machte aber vor allem zu viele Abspielfehler. Dazu kam auch noch etwas Pech. Ein Kopfballtor von Öbster wurde von Schiedsrichter Schörgenhofer wegen Abseits nicht gegeben, auch nach mehreren Zeitlupenwiederholungen war aber nicht ganz klar, ob der Tiroler Mittelfeldspieler eventuell hauchdünn vorne war (58.).
Ein Volleyschuss von Prokopic (64.) verfehlte genauso das Ried-Tor wie ein allerdings schwacher Abschluss von Bammer (75.). Die Schlussoffensive brachte nichts ein, die Tiroler haben damit aus den vergangenen elf Spielen nur zwei Siege geholt.
Stimmen zum Spiel
Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Ich bin zufrieden, wir haben gegen einen starken Gegner 1:0 gewonnen. Für uns werden die Spiele immer schwerer, wir hatten vor allem in der zweiten Hälfte Probleme. In der zweiten Hälfte hat ein sehr schöner Konter zu einem letztlich verdienten Sieg geführt. Für die Fans freut es mich, ich kann und werde aber nur auf das nächste Spiel blicken. Aber mir taugt's natürlich."
Walter Kogler (Wacker-Trainer): "Die Mannschaft hat alles gegeben, das hat man gesehen. Von der Leistung, Einsatzbereitschaft und dem taktischen Verständnis her haben wir ein gutes Spiel gemacht. Nur wie in letzten Wochen werden wir nicht belohnt und machen es uns selbst schwer. Es ist typisch für einen Aufsteiger, dass wir den Riedern das 1:0 praktisch serviert haben. Da zahlen wir momentan noch sehr viel Lehrgeld. Wir haben in den letzten Spielen immer ein, zwei Situationen gehabt, die zu unseren Ungunsten ausgegangen sind."
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