In 30er-Zonen

Bald auch Tempo-Kontrollen durch Innsbrucker “MÜG”

Tirol
28.11.2010 17:39
Die Mobile Überwachungsgruppe der Stadt Innsbruck, kurz MÜG genannt, soll in Zukunft auch Tempo-Sünder bestrafen können, vorrangig in Wohngebieten mit 30km/h-Beschränkung. Verhandlungen laufen auf Städtebund-Ebene. Damit komme man Wünschen der Bevölkerung entgegen, sagt Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.

Einiges vor hat die Innsbrucker Bürgermeisterin mit der MÜG. Denn diese soll zwei Zuständigkeitsbereiche dazubekommen in den nächsten Jahren: Zum einen die Tempoüberwachung in Zonen mit 30 km/h-Beschränkung, zum Beispiel an Schulen: "Dort beschweren sich Bürger immer immer über Autoraser", berichtete Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer jüngst. Zeitplan zur Umsetzung dieses Plans gebe es noch keinen, derzeit führe der Städtebund diesbezüglich Verhandlungen mit dem Innenministerium, so die Bürgermeisterin.

Zum anderen plant die Bürgermeisterin, künftig auch die gebührenpflichtigen Kurzparkzonen von der MÜG überwachen zu lassen. Derzeit erledigt das die Group 4 für die Stadt, offenbar nicht zur deren vollsten Zufriedenheit. Ob der Vertrag mit dem Sicherheitsdienst verlängert wird, steht noch nicht fest. "Wir schließen sicher nicht wieder für fünf Jahre ab", sagte Oppitz-Plörer. Sie könne sich vorstellen, Mitarbeiter zu übernehmen. Derzeit prüfe die Finanzabteilung die Optionen. 

Die MÜG überwacht derzeit den ruhenden Verkehr in den gebührenfreien Kurzparkzonen und bringt seit einem Jahr auch Radklammern bei ausländischen Lenkern an: 600 Einsätze gab es, davon betrafen 373 Südtiroler bzw. italienische Lenker! 

von Philipp Neuner, Tiroler Krone

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