Zukunftsstiftung neu

Tirols Firmen lassen in Brüssel zu viele Fördermittel liegen

Tirol
24.11.2010 09:19
Die Tiroler Zukunftsstiftung wird künftig Standortagentur Tirol heißen und sich auch darum kümmern, dass Tirols Unternehmer mehr Fördermittel in Brüssel abholen. Das gaben Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Agentur-Chef Harald Gohm am Dienstag anlässlich des 8. Tiroler Innovationstages bekannt.

Mit 1. Jänner wird die Tiroler Zukunftsstiftung nach 13 Jahren in Standortagentur Tirol umbenannt. Ursprünglich als Fördergeldverteiler gegründet, wird sich die Agentur künftig voll und ganz auf ihre Aufgabe als Standortagentur konzentrieren. "Die Beratung steht dabei im Mittelpunkt. Für Firmen, die sich in Tirol ansiedeln wollen, aber auch für bereits bestehende Unternehmen", erklärte die Wirtschaftslandesrätin.

Deswegen wird auch das Büro für Europäischen Programme, das bisher mit seinen acht Mitarbeitern im ICT Technologiepark Innsbruck untergebracht war, in die Standortagentur integriert. "Es geht uns darum, dass die heimischen Firmen mehr Fördergelder in Brüssel abholen. Bisher waren es nur 40 Millionen Euro, der Großteil floss in die Wissenschaft. Durch die Beratungen der Standortagentur soll sich das künftig ändern", so Zoller-Frischauf. Wie Gohm anführte, betreuen er und sein Team derzeit 32 Ansiedelungsprojekte, 92 weitere wurde heuer schon bearbeitet.

Beim 8. Tiroler Innovationstag am Dienstag im Innsbrucker Congress mit 500 Teilnehmern wurden auch sechs innovative Firmen mit dem Cluster-Award prämiert: Siko Solar Jenbach, Arge Tiroler Stuben, seekda Innsbruck, Ergospect Innsbruck, Oroboros Instrumens Innsbruck und Physiotherm in Thaur.

von Markus Gassler, Tiroler Krone

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