Corona-Selbstest

Jetzt dürfen Schüler „in der Nase bohren“

„Ich glaube nichts mehr“, ist Susanne Hain, Mutter von zwei Volksschülern in Linz, von der Politik enttäuscht. Gerade noch war der Schulstart in greifbarer Nähe, nun rückt er voraussichtlich auf 15. Februar. „Die Öffnung der Schulen wird aber von den Zahlen abhängen, ich lasse mich überraschen", bleibt Hain misstrauisch. Ihre Kinder wünschen sich die Schule zurück. Und viele Eltern seien von Homeoffice und ihrer Ersatzlehrer-Rolle schon sehr erschöpft. Was aber sicher ist: Die Selbsttests für Schüler, die den Notbetrieb besuchen, starten am Wochenbeginn.

Rund 21 Prozent aller Schüler in OÖ sind zur (Not-)Betreuung angemeldet und gehen in die Schule. Diese werden nun ab nächster Woche die Ersten sein, die offiziell in der Schule „Nasenbohren“ dürfen – für einen Corona-Selbsttest. Dafür ist ein einfacher Abstrich mit einem Tupfer im vorderen Nasenbereich nötig. Er bleibt auf freiwilliger Basis. „Die Testkits werden an uns geliefert“, sagt Angela Lonauer, Direktorin der Mittelschule Bad Leonfelden. Wie viele das sein werden, weiß sie nicht, auch die Bildungsdirektion hat darauf noch keine Antwort.

Maskenpflicht bleibt
„Mein großer Wunsch ist, dass möglichst viele Kinder mitmachen dürfen“, sagt Lonauer. Bei den Zehn- bis 14-Jährigen entscheiden die Eltern darüber. Die Oberstufenschüler machen die Tests selbst, Volksschüler machen sie zu Hause. „Wenn das einen geregelten Schulalltag ermöglicht, sind wir dabei“, sagt Mutter Susanne Hain. Die Maskenpflicht bleibt aufrecht.

„Wir sind vorbereitet“
„Wir werden die Tests in der ersten Stunde am Wochenbeginn durchführen, ein Lehrer ist dabei“, erklärt Michael Haas, MS-Direktor der Diesterwegschule in Linz. Auch an seiner Schule testen sich die Schüler selbst: „Wir haben ja keine Schutzkleidung.“ Schichtbetrieb wäre in den Schulen übrigens kein Problem gewesen: „Wir sind darauf vorbereitet“, sagt Direktor Haas. Und Marianne Gappmaier, VS-Lehrerin in Linz: „Der hat das erste Mal gut funktioniert, wir hätten uns darauf gefreut.“

Elisabeth Rathenböck
Elisabeth Rathenböck
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Freitag, 26. Februar 2021
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