Spionage-Satellit
Riesen-Abhörwanze der USA ins All gestartet
Verantwortlich für die Technologie ist das "National Reconnaissance Office" (dt.: Nationales Amt für Aufklärung). "Diese Mission trägt dazu bei, dass entscheidende Ressourcen des NRO weiter die nationale Verteidigungsbereitschaft stärken", sagte Luftwaffen-General Ed Wilson nach dem Start vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral.
Zahlreiche Schaulustige verfolgten den Start der Rakete außerhalb des kilometerweiten Sperrgebiets, das um den Weltraumbahnhof eingezogen wurden. Pressefotografen der US-Medien durften ausnahmsweise nicht aus der Nähe fotografieren. Der Feuerschweif, den die Delta-4-Rakete nach sich zog, war aber weithin zu sehen.
Antenne fünfmal so groß als bisheriger Rekordhalter?
Der Auftrag von "NROL-32" ist freilich streng geheim, die Öffentlichkeit hat den Satelliten nicht zu Gesicht bekommen. Doch dürfte es sich nach Meinung von Experten wohl um Abhörmissionen handeln. "Der Satellit besteht wahrscheinlich aus empfindlichen Funkempfängern und einer Antenne, deren Durchmesser auf bis zu 100 Meter geschätzt wird", meint Raumfahrt-Experte Ted Molczan. Zum Vergleich: Der bisherige Antennenrekord lag bei 22 Metern.
Dass der Satellit ein Goliath sein muss, schließen Raumfahrt-Experten auch aus der Verwendung einer Delta-4-Rakete, dem größten unbemannten Weltraum-Vehikel im Arsenal der USA. Die Rakete ist 23 Stockwerke hoch und kann 13 Tonnen Fracht ins All bringen.
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