11.01.2021 15:50 |

Strategie präsentiert

Startschuss zum steirischen Impf-Marathon

Jetzt nehmen die Corona-Impfungen auch in der Steiermark so richtig Fahrt auf. Im Laufe dieser Woche sollen rund 15.000 Steirerinnen und Steirer geimpft werden. Priorität haben dabei die Bewohner der Pflegeheime. Die Verantwortlichen beklagen aber, vom Bund nicht genügend Impf-Stoff zum Schutz aller Hochrisiko-Gruppen zu erhalten.

Montagvormittag rief Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) zum Impf-Gipfel in die Räumlichkeiten der Alten Universität in Graz. Mitglieder der Landesregierung legten dabei mit Vertretern der Sozialpartner, Städten und Gemeinden sowie Experten aus dem Gesundheitsbereich die weiß-grüne Impf-Strategie fest. Oberste Priorität räumt man dabei den rund 12.000 Bewohnern und 10.000 Mitarbeitern der steirischen Pflegeheimen ein.

„Bisher haben wir 3.000 Impfungen in 24 Pflegeheimen und 7 Krankenhäusern durchgeführt - in dieser Woche werden wir weitere 15.000 Menschen impfen können“, stellt Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) klar. Diese Dosen werden vornehmlich in jenen 180 Alten- und Pflegeheimen verimpft, die sich dafür angemeldet haben. Dazu hat Impfkoordinator Michael Koren am Montag weitere 12.000 Impfdosen bei der Bundesbeschaffungsagentur (BBG) bestellt.

Impfung in Covid-Stationen
„Damit werden wir die Covid-Stationen der Krankenhäuser schützen können. Einen Teil werden wir uns auch als Reserve für jene knapp 50 Pflegeheime einbehalten, die sich bisher noch nicht für die Impfung angemeldet haben“, erklärt Koren. „Dazu hoffen wir, dass wir mit einem Teil dieses Kontigents auch mit der Impfung der übrigen Riskogruppen beginnen können.“ Läuft alles nach Plan soll mit der Verimpfung dieses Kontigents bereits am Donnerstag begonnen werden.

Impf-Marathon im Spätsommer abgeschlossen
Jenen Teil, der 75.000 über 80-jährigen Steirerinnen und Steirer, die sich nicht in einem Pflegeheim befinden, will man über die Städte und Gemeinden kontaktieren, ob Impf-Interesse besteht. Städte- und Gemeindebund haben hierfür bereits Unterstützung zugesichert. Die Politik hofft jedenfalls auf einen „Impf-Sog“, wodurch sich ein möglichst großer Teil der Bevölkerung impfen lässt. Ende des zweiten Quartals will man dann auch jene Menschen impfen, die nicht zu den Risikogruppen gehören oder in systemrelevanten Berufen tätig sind. „Wir hoffen, dass wir so im Spätsommer alle Menschen geimpft haben, die geimpft werden wollen“, sagt Bogner-Strauß.

Aktuell ist es aber nicht einmal möglich, alle Risikogruppen durchzuimpfen. „Wir haben hier einen viel größeren Bedarf, als uns von der BBG zugeteilt wird. Wir hoffen, dass sich dies bald einpendeln wird“, sagt Bogner-Strauß. Diesbezüglich soll vor allem die Zulassung von neuen Impfstoffen Abhilfe leisten. Eine Online-Anmeldung wie in anderen Bundesländern will man in der Steiermark noch evaluieren.

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