Verzweifelte Schreie und lautes Schluchzen aus einer Wohnung ließ in Sevilla (Spanien) bei den Nachbarn die Alarmglocken schrillen. Sie alarmierten sofort die Polizei, die beim Eintreffen in der Wohnung einer jungen Spanierin eine erschreckende Entdeckung machte: Zwei Frauen lagen zusammengekrümmt auf dem Boden des Appartements. Erste Erhebungen der Polizei ergaben, dass die beiden jungen Frauen – eine Spanierin und eine Mexikanerin – sich zuvor in einer Bar aufgehalten hatten.
Dort hatten sie zwei junge Männer aus Österreich kennengelernt. Dabei handelt es sich um zwei Urlauber aus Landeck im Alter von 25 und 26 Jahren. Diese beiden Männer sollen sie auf einige Cocktails eingeladen haben, in die sie K.-o.-Tropfen mischten. Anschließend wechselten alle vier in die Privatwohnung, wo es zu den brutalen sexuellen Übergriffen gekommen sein soll.
Wie Helmut Greiner vom Bundeskriminalamt mitteilt, befindet sich bereits ein Verbindungsbeamter des Innenministeriums in Spanien, um an den Erhebungen teilzunehmen. Laut Greiner sollen die Verletzungsspuren der zwei Frauen auf große Brutalität hinweisen und bei einem Opfer den Vorwurf der Vergewaltigung bestätigt haben. Das Untersuchungsergebnis der zweiten Frau fehlt noch.
Im Hotel verhaftet
Die beiden Landecker sollen in Begleitung eines dritten Mannes gewesen sein, der sich allerdings – nachdem er von den Absichten der beiden erfuhr – von dem Duo getrennt hatte. Die Verdächtigen wurden in ihrem Urlaubshotel, wohin sie geflüchtet waren, verhaftet. Nach Lage der Dinge dürfte über die Verdächtigen Untersuchungshaft verhängt werden.
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