Der Drogentransport soll von einem 57-Jährigen und dessen 32-jährigem Sohn organisiert worden sein. Die beiden stellten einen Kontakt in die Schweiz her, kauften das Suchtgift und übergaben es an einen 29-Jährigen. Dieser fungierte als Kurier. Er versteckte die Drogen in seinem Koffer und brachte sie per Bahn nach Vorarlberg. Vater und Sohn fuhren als Aufpasser im selben Waggon mit. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wollten die beiden Männer das in Pulverform gelieferte Suchtgift vermutlich in Estland zu Tabletten pressen und es dann mit hohem Gewinn verkaufen.
In der Schweiz noch nicht verboten
Das Methylon wurde in Indien hergestellt, so Wachter. Da es in der Schweiz erst ab 1. Dezember 2010 verboten sein wird, konnten die Männer das relativ reine Pulver über den Pharmaziehandel zu einem Preis von rund 1.400 Dollar (rund 1.000 Euro) erwerben. Bei Methylon handle es sich um einen Äther der Substanz Methylcathinon. Diese und ihre Derivate sind im österreichischen Suchtmittelgesetz als verboten gelistet.
Das Suchtgift Methylon oder "MDMC" ähnelt in seiner Zusammensetzung dem Ecstasy-Wirkstoff MDMA und ist in Österreich bisher wenig bekannt. Es habe hierzulande in den vergangenen Jahren nur vereinzelt Sicherstellungen in geringen Mengen gegeben. Es sei besonders erfreulich, dass man eine große Menge dieser neuen, synthetischen Droge aus dem Verkehr habe ziehen können, bevor eine flächendeckende Verbreitung erfolgen konnte, erklärte LKA-Ermittler Oswald Wachter.
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