Nach einem spektakulären Einbruch in ein Fotogeschäft sind am Dienstag am Landesgericht Feldkirch zwei Männer zu je eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatten im Mai 2019 mit einem fremden Pkw die Auslage eines Fotogeschäfts in der Feldkircher Innenstadt gerammt und waren mit einer Beute im Wert von rund 93.000 Euro geflohen. Die beiden Polen wurden im Sommer 2020 in Krakau verhaftet und nach Österreich ausgeliefert. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Die 33 und 40 Jahre alten Männer gaben vor Gericht an, sie hätten hohe Schulden und ein geringes Einkommen gehabt. Deswegen hätten sie im Internet nach einem für einen Einbruch geeigneten Fotogeschäft gesucht. In Feldkirch wurden sie offenbar fündig. Mit einem Auto, das sie zuvor im benachbarten Frastanz entwendet hatten, fuhren sie gegen die Auslage und stahlen Fotoapparate und Zubehör im Wert von knapp 93.000 Euro aus dem Geschäft. Dann ergriffen sie getrennt die Flucht. In ihrer Heimat Polen verkauften sie die Diebesbeute um 2500 Euro auf einem Basar, das Geld teilten sie sich je zur Hälfte.
Die beiden Angeklagten waren bisher unbescholten, der 33-Jährige gab aber zu, in der Schweiz mit einem Hammer ebenfalls in zwei Fotogeschäfte eingebrochen zu sein. Auf die Spur der Einbrecher kam die Polizei über gespeicherte Fingerabdrücke. Neben gewerbsmäßigem schweren Einbruchsdiebstahl wurden ihnen auch der unbefugte Gebrauch von Fahrzeugen und Sachbeschädigung vorgeworfen. Die Strafe von eineinhalb Jahren verdankten sie ihrer bisherigen Unbescholtenheit sowie ihrem reumütigen Geständnis. Sie müssen zudem dem österreichischen Staat einen Verfall von jeweils 1250 Euro - die Hälfte des Verkaufspreises der Beute - abführen.
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