Aus, Schluss, vorbei! Modellathlet Laurin Böhler bestritt am Sonntag beim Grand Prix in Linz seinen allerletzten Wettkampf auf der World Tour. Mit der „Krone“ sprach der 31-jährige Vorarlberger über Hintergründe, seine persönliche Zukunft und was er sich wünschen würde.
„Ich schließe eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles nicht aus“, hatte Judoka Laurin Böhler der „Krone“ vor gut zwei Jahren verraten. „Meine Karriere richtet sich nach meinem Körper. Solange es mir gut geht und Spaß macht, werde ich weiterkämpfen.“
Am vergangenen Sonntag machte der 31-Jährige dann aber Schluss. „Schade, dass ich in Linz beim Grand Prix nur einen einzigen Kampf machen konnte“, ärgerte sich Laurin, der ausgerechnet gegen seinen polnischen „Angstgegner“ Piotr Kuczera antreten. „Das ändert aber nichts an meiner Entscheidung, dass es mein letzter World-Tour-Auftritt gewesen ist.“
Entscheidung reifte schon länger
Doch was sind die Gründe? Spielt der Körper des Schwarzachers nicht mehr mit, der in seiner Karriere unter anderem einen Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule sowie drei Kreuzbandrisse wegstecken und sich neun Operationen unterziehen musste? „Es gibt eigentlich kein aktuelles, neues Problem“, erklärt Böhler. „Es sind in den vergangenen Monaten viele Dinge zusammengekommen, die zu meiner Entscheidung geführt haben.“
Unterstützung für Lulu
Komplett den Rücken kehren wird Böhler dem Judosport aber definitiv nicht. „Ich werde weiterhin in der österreichischen und deutschen Bundesliga kämpfen“, skizziert Laurin, der auch seine Lebensgefährtin Lubjana-Francesca „Lulu“ Piovesana – die Olympia-Fünfte von Paris – unterstützt. „Ein klassischer Trainerjob ist für mich aber in dem Sinn kein Thema.“
Aus Fehlern lernen
Was er sich für die Zukunft wünscht? „Dass man aus den Fehlern, die ich gemacht habe, lernt“, blickt Laurin zurück. „Als Sportler willst du nach einer Verletzung natürlich immer so rasch wie möglich zurück. Bisweilen muss man aber gebremst werden, muss man perspektivisch denken. Da darf keiner der Beteiligten nur an den schnellen Erfolg denken.“
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