Zum ersten Mal seit zwölf Jahren ist bei den Paralympics wieder die russische Hymne ertönt. In Cortina wurde am Montag die Russin Warwara Worontschichina für ihren Super-G-Sieg in der stehenden Klasse mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Im Anschluss erklang die Hymne ihres Landes, da Russland im Gegensatz zu Olympia bei den Paralympischen Spielen wieder als Vollmitglied zählt. Die Siegerehrung verlief ohne Vorfälle, die Alpinskiläuferin erhielt Applaus vom Publikum.
„Es ist so speziell für mich, weil es meine ersten Paralympischen Spiele sind. Mein Traum als Kind ist wahr geworden. Wenn ich meine Flagge sehe, dann ist das sehr speziell“, sagte Worontschichina nach der Medaillenverleihung vor internationalen Journalisten. Die 23-Jährige hatte in der Abfahrt bereits Bronze gewonnen.
Österreichs Para-Athletensprecher Markus Salcher hatte vor Beginn der Para-Spiele gemeint, er würde sich mit dem Abspielen der russischen Hymne „schon schwer tun“. Zweifel an den sportlichen Leistungen der Athletinnen und Athleten aus Russland gebe es aber keine.
Wegen staatlich organisierten Dopings und vor allem wegen des seit vier Jahren andauernden Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine durften einzelne russische Sportler in den vergangenen Jahren allenfalls als neutrale Athleten ohne Flaggen, Symbole und Hymne im internationalen Sport antreten. Das hat sich bei den Paralympics in Italien durch einen Beschluss der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) im vergangenen Herbst geändert. Dort war die Wiederaufnahme von Russland und Belarus per Wahl entschieden worden. Österreich hatte damals dagegen gestimmt.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.