Hotelprojekt

Sprengladungen bedrohen den Obernberger See

Tirol
18.11.2010 08:35
Das Landschaftsschutzgebiet rund um den Obernberger See im Wipptal ist massiv bedroht: Der geplante Hotelbau am Nordrand des Sees wäre laut dem Universitätsgeologen Hugo Penz von massiven Felssprengungen begleitet. Dieser Eingriff könnte bei fehlerhafter Ausführung den See sogar versickern lassen…

Es klingt unglaublich, ist aber wahr: Die drohende Hotelbaustelle am Nordrand des Obernberger Sees könnte laut Experten den Seeabfluss im Obernbergtal massiv beeinträchtigen. Sprich: Der Obernberger See könnte im Extremfall einfach ganz verschwinden!

Gewaltige Felsbrocken im Erdreich
Wie? Im Zuge der Hotelerrichtung wären laut dem Geologen Hugo Penz massive Felssprengungen notwendig. "Der aktuelle Standort für das Container-Hotel ist die denkbar schlechteste Lage, die man sich aussuchen kann, denn im Erdreich befinden sich gewaltige Felsbrocken", weiß Uni-Professor Penz. Grundeigentümer und Hotelplaner Gerhard Stocker müsste also etliche TNT-Sprengungen veranlassen, um überhaupt bauen zu können. "Ein extremer Kostenaufwand", sagt Penz.

Wenn sich die Sprengmeister bei der Dynamit-Menge oder den Sprengstandorten irren sollten, könnte die Detonation zu einer Beschädigung des Wasserhaushaltes bis hin zur Absenkung des Sees führen! Es stellt sich die Frage, ob die Verantwortlichen dieses – wenn auch geringe – Risiko eingehen wollen. 

"Risiko nicht eingehen"
LA Fritz Gurgiser (Bürgerklub) warnt vor den Folgen: "Das Schlimmste, was dem Obernbergtal passieren könnte, wäre die Beschädigung des Obernberger Sees. Solch ein Risiko darf man einfach nicht eingehen."

von Matthias Holzmann, Tiroler Krone

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