„Das ist ganz klar ausschließlich die Entscheidung der Frau Feichtinger, dass sie den Nationalratssitz annimmt“, bekräftigt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch auf „Krone“-Anfrage. Die Forderung der SPÖ Steyr nach einem Parteiausschluss bezeichnet er als weit über das Ziel hinausgeschossen.
„Da wird bei Weitem über das Ziel hinausgeschossen“, sagt Deutsch zur Forderung des Männer-Führungstrios der SPÖ-Steyr, Elisabeth Feichtinger von der Partei auszuschließen, weil sie auf das Nationalratsmandat beharrt. Deutsch: „Es mag vielleicht so gewesen sein, dass es früher üblich war, dass man sich auf informeller Ebene verständigt hat, ob man ein Mandat annimmt oder nicht.“
„Aber eines ist klar“, so Deutsch weiter: „Wenn jemand sagt, ich nehme das Mandat an, denn ich bin auch gewählt auf der Liste, dann ist das selbstverständlich, da gibt's gar kein Zögern und Zaudern. Das ist glasklar.“ Die Regionalwahlliste, auf der Feichtinger hinter dem scheidenden Markus Vogl, aber vor dem auf’s Nachrücken pochenden Andreas Brich liegt, sei vom Bundesparteirat vor der Wahl 2019 so beschlossen worden.
„Kein Kommentar“
Daran könne die Bundes-SPÖ nachträglich nichts ändern und der SP-Landesparteivorstand auch nicht. Feichtinger selbst wollte den Angriff aus Steyr auch am Samstag nicht kommentieren: „Ich möchte eine solche öffentlich geführte Auseinandersetzung – vor allem zum Wohle unserer Partei – vermeiden“, betonte sie.
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