Skigebiete gestürmt

Nach heftiger Kritik: „Wir tun, was wir können“

Während sich die großen Skigebiete im Westen des Landes im Bereich der Massenabfertigung gut auskennen, kam es gestern in vielen kleinen Wintersportregionen zu Problemen, wie im südlichen Niederösterreich, in verschiedenen steirischen Destinationen und dem Bodental in Kärnten und auch den Skigebieten Hinterstoder, Wurzeralm und Kasberg in Oberösterreich. Um 9.45 Uhr musste die Zufahrt nach Hinterstoder total gesperrt werden, auf sozialen Medien machten rasch Handyvideos von dem enormen Andrang vor den Kassen die Runde (siehe Video).

Hinterstoder-Vorstandsdirektor Helmut Holzinger war ob der Kritik leicht verzweifelt: „Wir tun wirklich, was wir können.“ So sollen heute die Wartezonen für die Skigäste um ein Drittel verlängert, die Anzahl der 14 Stauberater um ein Drittel erhöht, dafür aber die Anzahl der Gästeparkplätze auf 850 reduziert werden. Einen solchen Ansturm hat auch der Semmering im niederösterreichisch-steirischen Grenzgebiet schon seit langem nicht mehr erlebt.

Verstöße gegen Corona-Maßnahmen
Kilometerlange Autokolonnen, Volksfeststimmung sowie Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen soweit das Auge reichte, hielten die Behörden das ganze Wochenende hinweg auf Trab. „Mit diesem Andrang hat niemand gerechnet. Die Rodelwiesen mussten schließlich gesperrt werden und bleiben das wohl auch noch die nächsten Tage“, erklärt der Semmeringer Ortschef Hermann Doppelreiter. Trotz Voranmeldungen und Ticketsystem wurde das Skigebiet schließlich überrannt und von Falschparkern regelrecht abgesperrt. Ein Liftwart beruhigt: „Das ist noch immer Freiluftsport und kein Einkaufszentrum.“

 OÖ-Krone
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Montag, 18. Jänner 2021
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