Prävention per Video

Infos von Expertin, die Teenager sicherer machen!

Schüler der Landwirtschaftsschule Lambach werden von Polizisten in Sachen Gefahren und Sicherheit unterrichtet. Corona-bedingt gab es dazu nun erstmals eine Video-Liveschulung.

Wie kann man sich vor Drogen oder K.-o.-Tropfen im Getränkeglas schützen? Wie lang darf man mit 15 Jahren fortgehen? Welche Strategien gibt es gegen Cybermobbing?

Viele Gefahren für Jugendliche
Es sind leider unzählige Gefahren, die auf Jugendliche in der Freizeit, beim Fortgehen oder generell im öffentlichen und virtuellen Raum lauern. Karl Kronberger (45), Direktor der Landwirtschaftsschule Lambach, bietet seinen Schülern daher seit Jahren altersgerechte zweitägige Sicherheitsschulungen durch Experten an. Trotz der aktuellen strengen Corona-Schutzregeln, wollte der Schulleiter auch heuer keinesfalls darauf verzichten sie den Schülern anzubieten.

Schulung unter geänderten Umständen
„Gerade jetzt ist das wichtig, sie sind in einem Alter, wo sie ständig versuchen, Grenzen auszuloten und daher fachlich und menschlich darauf vorbereitet sein sollten, was für sie erlaubt oder verboten ist“, betont er. Dank der Video-Technik war es möglich, die Präventionsschulung lediglich unter leicht geänderten Umständen abhalten zu können.

Praktische Beispiele
Während die Jugendlichen seit „Distance-Learning“ an Live-Videounterricht gewöhnt sind, bedeutete die digitale Form der Wissensvermittlung für Petra Tumeltshammer von der Polizeiinspektion Thalheim bei Wels eine Premiere: „Ich hatte doch ein wenig Sorge, dass der Funke vielleicht nicht so überspringt, wie beim Direktkontakt, dass weniger Fragen gestellt und die Schüler weniger konzentriert sind. Das hat sich nicht bestätigt.“

„Neues dazugelernt“
Mit vielen praktischen Beispielen, etwa zur Auslegung des Jugendschutzgesetzes, gelang es der 44-Jährigen, die Schüler zu fesseln. „Es war hochinteressant und praxisnah, ich kann das anderen nur empfehlen“, betont Blanka Banoczki (16) aus Kremsmünster . „Ich habe viel Neues dazugelernt“, pflichtet Lukas Seidner (16) aus Eberstalzell bei.

Viele Aha-Effekte
Besonders die altersbedingten Grenzen rund um Alkohol und Rauchen, Fortgehzeiten und jugendgefährdende Medien interessierte die Klassen. „Für manche von ihnen war beispielsweise neu, dass die Eltern engere Grenzen ziehen dürfen, als der Gesetzgeber vorgibt“, so Tumeltshammer. Ihr Resümee: „Viele Aha-Effekte und spannende Fragen, die eine weitere Beschäftigung mit der Thematik erwarten lassen.“

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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Samstag, 25. September 2021
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