Unterricht auf Ibiza

Lehrerin lebt in zwei verschiedenen Corona-Welten

Oberösterreich
24.12.2020 08:00

Die 25-jährige Theresa Mursch aus Steinhaus bei Wels ist derzeit Lehrerin auf Ibiza. Das Weihnachtsfest feiert sie trotz Hürden im Kreise der Familie: „Es ist wunderschön, jetzt trotz Corona daheim sein zu können.“

„OÖ Krone“: Sie haben kürzlich Ihr Lehramt-Studium beendet und unterrichten jetzt Deutsch auf Ibiza. Wie geht man dort in der Schule mit Corona um?

Theresa Mursch: Genau gesagt mach ich eine Fremdsprachenassistenz in Deutsch. Die Schüler tragen durchgehend Maske. Außerdem sind alle Klassen in zwei Hälften geteilt. Ich mache dann meistens eine Stunde Unterricht mit dem anwesenden Teil, in der zweiten Stunde bleibt meine Kollegin in der Klasse und ich mach Distance Learning mit dem Teil der daheim ist.

Sie feiern Weihnachten in Österreich. Gab’s bei der Heimreise Probleme?

Das war ziemlich nervenaufreibend, weil es derzeit keine Direktflüge gibt. Aber mit einem negativen Test bin ich dann am 18. Dezember erschöpft aber glücklich in Österreich gelandet.

Wie ist es, zurück zu sein?

Neben den kälteren Temperaturen war es ungewohnt, weil die Österreicher zum Teil unentspannter mit der Situation umgehen, als es in Ibiza der Fall ist. Dort ist die Stimmung trotz ständiger Maskenpflicht und Regeln besser. Das kann auch daran liegen, dass die Restriktionen wieder gelockert wurden. Lokale haben offen, Weihnachten und Silvester kann im kleinen Rahmen gefeiert werden.

Wie wird Ihr Weihnachten daheim ablaufen?

Sicherlich anders und kleiner, aber Kekserl und Glühmost lass ich mir trotz Corona nicht nehmen.

Der Abschied wird dann bestimmt nicht leicht für Sie.

Ich lebe derzeit irgendwie in zwei Welten. Einerseits wird es hart, wenn ich im Jänner wieder in Spanien unterrichten und weg von meinen Liebsten muss. Aber ich glaube Ibiza so wie es jetzt ist, ganz ohne Touristen, wird man nie wieder erleben. Dieses Privileg genieße ich auch sehr. Ich bin aber von ganzem Herzen Oberösterreicherin und freue mich drauf, wenn ich im Juni heimkomme und mir hier meine Zukunft aufbaue. Ich hoffe nicht, dass wir zu dieser Zeit in den 10. Lockdown gehen müssen.

Gibt’s Zukunftspläne?

Ich will auf jeden Fall in Oberösterreich Spanisch und Geschichte unterrichten. Wo genau, ist noch offen.

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