Beziehungsstress

Vorbestrafter „Ex“ kam mit einer Pistole vorbei

Das Beziehungsende wollte ein 20-jähriger Afghane in Steyr nicht hinnehmen und tauchte im Vollrausch mit einer Waffe vor der Wohnung seiner „Ex“ auf, ballerte herum. Sogar die „Cobra“ rückte an, Atta F. zu stoppen - er ergab sich aber dann lieber selbst. Rasch stellte sich heraus, dass er weiß Gott kein unbeschriebenes Blatt ist.

Der junge Afghane hatte im Dezember des Vorjahres eine achtmonatige bedingte Haftstrafe ausgefasst, weil er als Mitglied einer Bande bei einer Home Invasion in Steyr dabei gewesen war. Schon damals hatte er Bekanntschaft mit der Spezialeinheit „Cobra“ gemacht. Die lag am 14. Mai beim Paar, das überfallen werden sollte, auf der Lauer, hatte einen Tipp bekommen.

Aufrechtes Waffenverbot
Der junge Afghane war bei Gericht als „Mitläufer“ mit einer bedingten Haftstrafe mit einem blauen Auge davongekommen. Außerdem wurde ein Waffenverbot über Atta F. verhängt. Damit dürfte er gar keine Art von Waffe führen, auch keine Schreckschusspistole, mit der am Sonntagabend bei seiner 19-jährigen Ex-Freundin am Wiesenberg in Steyr auftauchte. Er hatte sich telefonisch bei ihr angekündigt, wollte eine Aussprache. Als sie zu ihm auf die Straße gehen wollte, fielen plötzlich zwei Schüsse.

Auf freiem Fuß angezeigt
Die junge Frau, die wie ihr ehemaliger afghanischer Liebhaber im Drogenmilieu unterwegs ist, flüchtete sich zu ihrer Mutter, versteckte sich und alarmierte die Polizei. Die rückte mit der Spezialeinheit an und durchkämmte beliebte Verstecke des amtsbekannten Dealers. Doch auf eine Konfrontation legte es Atta F. nicht an, nachdem er telefonisch erreicht worden war, stellte er sich. Der Alkotest ergab 1,58 Promille. Der Verdächtige wurde auf freiem Fuß angezeigt. Ob die bedingte Haftstrafe jetzt „scharf“ wird, entscheidet dann das Gericht.

Markus Schütz
Markus Schütz
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Donnerstag, 23. September 2021
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