Früher als EU und USA

Auch Kanada lässt Impfstoff von Biontech/Pfizer zu

Ausland
09.12.2020 20:31

Auch Kanada hat dem Coronavirus-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Das teilten die Gesundheitsbehörde des Landes und beide Unternehmen am Mittwoch mit. Damit bekommen die Kanadier früher grünes Licht als die EU und die USA, wo entsprechende Anträge derzeit noch geprüft werden. In Großbritannien ist der Impfstoff bereits seit Dienstag im Einsatz, auch im arabischen Golfstaat Bahrain ist er bereits zugelassen.

Der Antrag auf Notfallzulassung sei am 9. Oktober eingegangen und seitdem „gründlich und unabhängig“ geprüft worden, hieß es von der kanadischen Gesundheitsbehörde. Als Ergebnis sei dabei herausgekommen, dass das Vakzin die notwendigen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen erfülle. „Die Kanadier können sich überzeugt fühlen, dass der Prüfungsprozess rigoros war, und dass wir ein starkes Überwachungssystem haben.“

Bislang rund 13.000 Corona-Tote in Kanada
In dem nordamerikanischen Land mit rund 38 Millionen Einwohnern haben sich bisher rund 430.000 Menschen mit dem Coronavirus-Virus infiziert, rund 13.000 sind nach einer Covid-19-Infektion gestorben. Zuletzt waren die Zahlen stark angestiegen. Bis Ende 2021 solle Kanada mindestens 20 und maximal 76 Millionen Impfstoffdosen erhalten, teilten Pfizer und Biontech mit.

(Bild: Associated Press)

USA und EU wollen noch im Dezember entscheiden
Für den Biontech/Pfizer-Impfstoff ergaben umfangreiche Testreihen nach Angaben der Unternehmen eine Wirksamkeit von 95 Prozent gegen die Krankheit Covid-19. Die zuständigen Behörden der EU und der USA wollen noch im Dezember über Anträge auf Notfallzulassungen entscheiden.

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