Feuerwehrmann sauer

Nach Brandanschlag auf Hütte: „Geht einem nahe“

Ein infamer Brandanschlag ist die Christkindl-Hütte am Welser Stadtplatz, wo Kinder ihre Weihnachtswünsche aufgeben können, ist zerstört. Selbst bei hartgesottenen Einsatzkräften sorgt das für Kopfschütteln. „Das geht einem nahe“, so Feuerwehr-Einsatzleiter Dominik Primetzhofer. Die Polizei hat zwei Verdächtige im Visier.

Es war Sonntag, kurz nach 4 Uhr früh, als die Christkindl-Hütte am Welser Stadtplatz brannte. Anrainer schlugen via Notruf Alarm. „Bei unserer Ankunft ist die Hütte schon in Vollbrand gestanden“, sagt Dominik Primetzhofer, Einsatzleiter der Feuerwehr. Die Flammen konnten zwar rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden, die Holzkonstruktion war jedoch schwerstens beschädigt. Geschätzter Schaden: 20.000 Euro. Für die Kinder gibt es derzeit keine Möglichkeit mehr, ihre Briefe ans Christkind zu deponieren. Denn auch der Postkasten für die Weihnachtswünsche der Kleinen war betroffen. „Das ist schon tragisch“, so Primetzhofer, selbst Familienvater.

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Die einzige Möglichkeit in der Stadt Wels, wo Kinder ihre Briefe ans Christkind richten konnten, ist jetzt zerstört worden. Das geht einem schon nahe...

Feuerwehr-Einsatzleiter und Familienvater Dominik Primetzhofer

Postkasten wurde ausgeleert
Bürgermeister Andreas Rabl sicherte aber am Sonntag zu, dass die Christkindl-Hütte samt Postkasten noch im Laufe der Woche neu aufgebaut wird. „Das sind wir den Kindern schuldig.“ Weihnachtsbriefe dürften vom Feuer nicht zerstört worden sein: „Der Postkasten ist am Abend ausgeleert worden.“

Die Polizei geht von einem Brandanschlag aus. Nach Sichtung von Überwachungsvideos wurden zwei Verdächtige – ein Welser (21) und ein 17-Jähriger aus Grünburg – ins Visier genommen. Während der Ältere die Tat bestritt, wollte sich der Jüngere erst nach Absprache mit seinem Anwalt äußern. Bei Redaktionsschluss waren Einvernahmen im Gang.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Freitag, 22. Oktober 2021
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