Die kurzen Grünphasen sind auch dem neuen Verkehrs-Stadtrat Ernst Pechlaner (SP) schon negativ aufgefallen. Anlässlich seines Antrittes versprach er, sich darum zu kümmern.
Die Grünen sind ihm nun aber zuvorgekommen. Klubobmann Willi und Gemeinderätin Pitscheider haben nun eine Bestandsaufnahme gemacht. Fazit: Als Fußgänger ist man in Innsbruck ein Mensch 2. Klasse. "Zuerst muss man lange warten und dann hetzen", zeigen die Grünen auf.
Am schlimmsten ist es beim Sillpark. "Ganze sieben Sekunden haben dort Fußgänger Zeit, um die Straße zu überqueren. Dann gehört der Platz 66 Sekunden lang den Autos - das ist 9,5 Mal so lang! Dieses Bild zieht sich leider durch die ganze Innenstadt", klagt Pitscheider. Dort müsste man dann mit 1,5 Metern pro Sekunde über die Straße sprinten. "Und das ist für ältere Menschen, für Eltern mit kleinen Kindern oder für jene, die einfach nicht so gut zu Fuß sind, nicht zu schaffen", weiß Pitscheider.
Willi fordert eine neue Hierarchie in der Verkehrspolitik - und zwar in allen Tiroler Städten: "Wer sich umweltfreundlich bewegt, muss künftig Vorrang haben!"
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