27.11.2020 15:00 |

„Krippele schaug´n“

Eintauchen in die filigrane Imster Krippenwelt

Heuer wird es besonders schwierig, in Advenbtstimmung zu kommen. Der Imster Krippenpfad ist eines der wenigen Angebote, die dabei helfen. In Nieschen und alten Ställen der Privathäuser sind 35 Kunstwerke auf einem Rundgang zu bewundern. Einige sind von besonderem Wert.

Zur Osterzeit begeben sich nicht nur Imster auf den mittlerweile bekannten meditativen Rundwanderweg „übers Bergl“, beginnend hinter der Johanneskirche. Genau dort ist auch der Ausgangspunkt eines nicht weniger meditativen Rundganges auf der anderen Seite des „Bergls“: der Imster Krippenpfad. Er soll gerade heuer vorweihnachtliche Stimmung verbreiten. „Viele Veranstaltungen zum Einstimmen auf die Weihnachtszeit sind abgesagt“, bedauert Hans Strobl, Obmann des Imster Krippenvereines, „da werden sich hoffentlich viele auf den Krippenpfad begeben“. Dieser feiert heuer übrigens sein 20-jähriges Jubiläum. „Zu nächtlicher Stunde, nach einigen Gläsern Wein, kamen TVB-Obmann Hannes Staggl und ich auf die Idee, die Krippen in die Fenster zu stellen“, erinnert sich Strobl.

Neu: Sternsinger vom Krippenkünstler Arzl
Die Intention, entlang eines Rundganges zwischen Johanneskirche und Pfarrkirche die sakralen Kunstwerke hinter Glas in Nischen zu präsentieren, zündete die Hausbesitzer an. „Krippele schauen“ ist zum jährlichen Fixpunkt im Advent geworden. 17 Stationen waren es anfänglich. Mittlerweile haben sich die Standorte verdoppelt, weil man in der einst landwirtschaftlich geprägten Oberstadt schöne, alte Winkel und Ställe adaptierte und dort teilweise lebensgroße, gemalte Figuren platzierte. Strobl kann auch ein Novum verkünden: „Der Krippenkünstler Gebhard Arzl aus Weissenbach hat die Sternsinger nach der Vorlage des Reimmichlkalenders lebensgroß gemalt. Dieses Kunstwerk dürfen wir heuer erstmals präsentieren.“ Unter den wertvollen Schätzen ist unter anderem auch ein Krippenhintergrund des verstorbenen Künstlers Elmar Kopp zu betrachten.

Meditatives Eintauchen in die Heilige Zeit
Schon der Start hinter der Johanneskirche verspricht vor allem ab der Dämmerung bei warmer Beleuchtung meditatives Eintauchen in die Zeit um Christi Geburt. Die ersten Exponate am „Bergl“, hinauf durch die Malchbachgasse, vorbei am Fasnachtsmuseum – gestern noch wurde der Rundgang auch für nicht heimische „Pfadfinder“ unübersehbar beschildert. Bei der Rückkehr zum Ausgangspunkt wartet das zweite Novum: Erstmals ist die Krippenakademie Tarrenz-Imst Teil des Pfades und präsentiert in ihrem nagelneuen Vereinslokal einige ihrer Kunstwerke. Vorerst nur hinter Glas von außen, doch das wird sich ändern. „Sobald es möglich ist, können rund 50 Krippen auch im Innenraum bewundert werden“, so Hanspeter Aschaber. Der Imster Krippenpfad öffnet offiziell am Samstag, dem 28. November.

Hubert Daum
Hubert Daum
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