Man solle "ganz nüchtern an die Tatsache herangehen und wir sollen hier nichts verschleiern, sondern wirklich die Dinge auf den Tisch legen. Und es darf hier keine Toleranz geben", erklärte der Bischof. Auf die bekannt gewordenen Missbrauchsfälle habe die Kirche in Österreich "als Bischofskonferenz" mit der Einrichtung einer Kommission und der Verstärkung der diözesanen Ombudsstellen "sehr rasch" und "sehr effizient" gewirkt und gehandelt.
Er sehe es als seine vordringlichste Aufgabe, das "Evangelium Jesu Christi in der Sprache der heutigen Zeit den heutigen Menschen wieder nahe zu bringen". Die Problematik der Kirchenaustritte liege grundsätzlich auch daran, dass die Bindung der Menschen an eine Institution - im konkreten Fall an eine Kirche - auch schwächer geworden sei. In den kommenden Jahren werde man sich bemühen, vor allem an die Jugend heranzutreten und die Familien zu fördern, "dass sie auch diese Heimstätte und Brutstätte für den Glauben sind, wo der Glaube vorgelebt und auch weitergegeben wird".
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