Auf 55 kg abgemagert

Wiener hungert seit 63 Tagen für den Schutz Ungeborener

Wien
30.10.2010 16:41
Seit 63 Tagen hungert ein Psychologe (68) für die, "die sich selbst nicht schützen können" – einen Fötus abzutreiben sei für ihn das Auslöschen von Leben. Der streng katholische Mann fordert daher: "Die Kirche muss aufhören, Organisationen zu unterstützen, die auch Schwangerschaftsabbruch in Betracht ziehen."

Bereits 63 Tage lang hungert Josef Preßlmayer mit der Hoffnung, aber vor allem von seinem Glauben unterstützt, so ungeborenes Leben zu schützen. Der 68-Jährige wiegt nur noch 55 Kilo – doch er will weitermachen in der Überzeugung, das Wort Jesu zu leben. Der Hungernde erklärt: "Mit Gottes Hilfe faste ich, bis ich eine schriftliche Zusage der Kirche habe."

Jeden Tag verbringt der Psychologe nun vor der apostolischen Nuntiatur in Wien – er wartet auf eine Reaktion der Kirche, bisher ohne Erfolg. Im Gegenteil: Für den Sprecher der Erzdiözese, Dr. Leitenberger, gehen die Vorwürfe des Psychologen ins Leere: "Die Kirche hat ein klares Prinzip: 'Helfen statt strafen' – Leben ist das höchste Gut!" Über die Glaubensfrage hinaus spielen bei dem Thema Abtreibung aber auch psychologische und gesellschaftliche Komponenten mit, die keinen Platz für Schwarz-Weiß-Malerei lassen.

von Tina Kaufmann, Kronen Zeitung

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