Hausbau verhindert

Gemeinde pfeift auf alle Gutachten

Für den Bau seines landwirtschaftlichen Wohnhauses in Asten erfüllt Bezirksfeuerwehrkommandant Helmut Födermayr alle rechtlichen Voraussetzungen. Bauen darf er auf seinem Grundstück dennoch nicht. Die Gemeinde pocht aber auf die Errichtung eines Betriebsbaugebiets und schaltete nun sogar den Verwaltungsgerichtshof in Wien ein.

„Ich kenne keinen Fall, wo die rechtliche Lage so klar ist und das Verfahren trotzdem so lange dauert“, staunt Christoph Zaussinger von der Rechtsabteilung der Landwirtschaftskammer. Trotz eines Erfolgs zuletzt vor dem Landesverwaltungsgericht darf Helmut Födermayr auf seinem eigenen Grundstück in Asten auch nach drei Jahren kein Wohnhaus mit angrenzender Maschinenhalle bauen. Die Gemeinde will, wie im örtlichen Entwicklungskonzept vorgesehen, dort Betriebe ansiedeln. Konkrete Pläne gibt es aber nicht.

Ganz zum Verwaltungsgerichtshof
Nun wandte sich die Gemeinde an den Verwaltungsgerichtshof in Wien. Födermayrs Anwalt Hubert Niedermayr rechnet sich auch bei der höchsten Instanz gute Chancen aus. In der Argumentation der Gemeinde finden sich einige Widersprüche. Etwa wird das Nein für den Hausbau mit Sorgen vor einer Überflutung begründet. „Dann dürfte man auf dem Areal keine Firmen planen“, schüttelt Födermayr den Kopf. Der Verdacht von Willkür liegt für ihn nahe. „Mir wurde beim Einreichen der Pläne von der Bauabteilung gesagt, dass sie mein Projekt nicht verhindern kann, sie werde es aber verzögern“, so der 51-Jährige.

„Keine Stellungnahme“
Der Astener SPÖ-Bürgermeister Karl Kollingbaum verwies auf das laufende Verfahren und war deshalb zu keiner Stellungnahme bereit.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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