Verkehrsentlastung

Opposition fordert Maßnahmen für das Untere Rheintal

Vorarlberg
29.10.2010 09:20
Die Oppositionsparteien im Landtag, FPÖ, Grüne und SPÖ, setzen sich in einem gemeinsamen Antrag für kurzfristig wirksame Entlastungsmaßnahmen für das verkehrsgeplagte Untere Rheintal ein. Dies sei notwendig, weil sich eine Realisierung einer im laufenden Planungsprozess diskutierten Lösung "nicht zuletzt aufgrund der Blockadehaltung einzelner ÖVP-Bürgermeister" noch Jahre hinziehen werde, so die Opposition.

Um den kürzlich präsentierten dritten Zwischenbericht zum Planungsverfahren sei erneut eine negative Diskussion um mögliche Varianten entstanden. Zudem ließen die Verbesserungen im öffentlichen Verkehr auf sich warten, bemängelten FPÖ, Grüne und SPÖ.

Sie verlangen von der Landesregierung Maßnahmen für den vielfrequentierten Zollübergang Lustenau - Au (St. Gallen), eine Auffächerung des grenzüberschreitenden Verkehrs, zusätzliche Züge in Spitzenzeiten, einen Bahn-Taktverkehr zwischen Bregenz und Lustenau sowie Bemühungen zur Schaffung einer leistungsfähigen Zugverbindung zwischen St. Margrethen (St. Gallen) und Lindau (Bayern).

Seit 30 Jahren wird diskutiert
Die Diskussion um eine Verkehrslösung im Unteren Rheintal hält schon über 30 Jahre an. Der Bau der sogenannten Bodensee-Schnellstraße S18 wurde 2006 vom Verfassungsgerichtshof gekippt. Seitdem wird über eine neue Trassenführung nachgedacht. Seit 2008 läuft ein Planungsprozess, in den alle Städte und Gemeinden im Projektgebiet eingebunden sind.

Von den anfänglich 20 Straßenvarianten werden derzeit noch eine Ostumfahrung von Lustenau sowie eine Kombination aus dieser Ostumfahrung und einer Südumfahrung von Hard und Lauterach (Bezirk Bregenz) weiterentwickelt. Bis zum Ende des ersten Quartals 2011 soll ein Abschlussbericht vorliegen.

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