Von Freundin ertränkt

Mutter der Toten will Passauer Urteil anfechten

Sie hat ihre beste Freundin ertränkt und muss nicht ins Gefängnis. Für eine 24-Jährige aus Grieskirchen fiel das Urteil im Landgericht Passau (Bayern) milde aus. Die Bäckerin hatte gestanden, die Gleichaltrige auf Verlangen getötet zu haben. Die Mutter des Opfers glaubt nicht an diese Version, will das Urteil anfechten.

Im August 2019 waren die Freundinnen zum Rannasee in Wegscheid in Bayern gefahren und hatten ihren VW Polo ins Wasser rollen lassen, um gemeinsam zu sterben. Doch der blieb im Schlamm stecken. Barbara drückte den Kopf von Vanessa unter Wasser, bis sie sich nicht mehr rührte. Dann sprang auch die 24-Jährige ins Wasser, wurde aber von einem Angler entdeckt und gerettet. Im Wagen entdeckten die Ermittler zwei Abschiedsbriefe.

Dreiecksverhältnis
Die Mutter der Toten sagte beim Prozess, dass sie nicht glaube, dass ihre Vanessa sterben wollte. Vielmehr sei diese Opfer einer Verschwörung geworden – die Freundinnen und eine 50-Jährige hätten ein Dreiecksverhältnis gehabt und die Ältere ihre Tochter aus dem Weg haben wollen. Doch dafür gibt’s keine Beweise. Die Mutter will das Urteil – 21 Monate bedingte Haft – anfechten.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 03. Dezember 2020
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