Der Wiener Oberst Rudolf Raubik warnte davor, in der Wehrpflichtdiskussion das Bundesheer generell infrage zu stellen, denn das komme der totalen Aufgabe der österreichischen Souveränität gleich. Gegen ein Berufsheer sprechen aus seiner Sicht die Kosten.
Das ständige Präsenthalten vieler Soldaten für den Heimatschutz wäre zu teuer und auch nicht notwendig. Manfred Gänsdorfer, Chefredakteur der Zeitschrift "Der Offizier", verwies darauf, dass ein Milizsoldat im internationalen Vergleich nur 20 Prozent dessen koste, was man für einen Berufssoldaten aufwenden müsse.
"Diese Zahl ist allein durch Freiwillige nicht aufbringbar"
Für Hochauer von der NÖ Offiziersgesellschaft braucht es keine Panzer oder Artillerie, um das Land vor "subkonventionellen und asymmetrischen Bedrohungen" wie Terrorismus, Cyberangriffen oder grenzüberschreitender Kriminalität zu schützen. Wichtiger wären territoriale Sicherungstruppen, die nur im Bedarfsfall aufgeboten würden, um die Bevölkerung und ihre Lebensgrundlagen auch im Katastrophenfall zu schützen.
Aus Sicht der Offiziersgesellschaften ist dafür vor allem Mannstärke notwendig, nämlich 35.000 Milizsoldaten mit 4.000 bis 8.000 Rekruten jährlich. "Diese Zahl ist allein durch Freiwillige nicht aufbringbar", betonte Hochauer, die allgemeine Wehrpflicht müsse daher beibehalten werden. Die derzeitige Wehrdienstdauer von sechs Monaten wäre für Ausbildung und Wiederholungsübungen in den folgenden Jahren ausreichend - mehr wäre "gescheiter", so der Ex-Generalmajor.








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