Skandal in Brasilien
Vergewaltiger von 40 Frauen wegen Wahlgesetz frei
Ausland
28.10.2010 08:55
Ein der Vergewaltigung von 40 Frauen beschuldigter Mann hat sich in Brasilien der Polizei gestellt - und musste wegen einer Bestimmung im Wahlgesetz umgehend wieder freigelassen werden. Da nämlich am Sonntag eine Stichwahl um das Präsidentenamt stattfindet, dürfen Verdächtige nur mehr dann verhaftet werden, wenn sie auf frischer Tat ertappt werden. Diese Regelung gilt fünf Tage vor bis zwei Tage nach dem Urnengang.
Die Vergewaltigungen an den Frauen waren im Zeitraum zwischen 2003 und 2007 passiert. Die Polizei in Rio de Janeiro kam dem 34-Jährigen am Dienstag über ein Mobiltelefon auf die Spur, das einem der Opfer damals gestohlen worden war. Der Mann wies allerdings alle Beschuldigungen zurück.
Das seit 1932 geltende Wahlgesetz soll Wähler und Kandidaten vor Druck und Einschüchterung schützen. Kandidaten dürfen sogar ab 15 Tagen vor der Abstimmung nicht mehr festgenommen werden.

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