In der Schule lief es heute nicht gut. Niemand wollte Steffi (16) im Sportunterricht in die Mannschaft wählen, stattdessen saß sie mit den anderen "Dicken" auf der Reservebank. Und auf dem Heimweg musste sie sich auch noch von Grundschülern mit "fette Qualle" beschimpfen lassen.
Doch Steffi weiß, wie sie sich zu Hause trösten kann: Sie stillt ihren Kummer mit Süßigkeiten! Seit Jahren wendet die 16-Jährige diese Taktik an. Folge: 88 Kilo bei einer Größe von 1,73 Metern.
Frustessen führt zu Kummerspeck
"Dieses Mädchen ist kein Einzelfall. Ein dickes Kind isst, wenn es ihm schlecht geht, Stress hat – und langfristig geht es ihm dann natürlich erst recht schlecht", erklärt Kunze. Die einzige Lösung, den Teufelskreis zu durchbrechen: "Das Familienleben umgestalten."
Ganz besonders wichtig wären zum Beispiel gemeinsame Mahlzeiten und regelmäßige Gespräche. Michael Kunze: "Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs kochen, anstatt mit ihm vor dem Fernseher Fast Food zu essen." Doch vor allem das Reden käme in vielen Familien schlichtweg zu kurz. "Doch damit könnte sich so manches Kilo zu viel in Luft auflösen", so der Experte.
von Brigitte Blabsreiter, Kronen Zeitung










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